Diabetes mellitus

Diabetiker profitieren vom Lernen mit anderen

KAPSTADT (hbr). Typ-2-Diabetiker, die auf Basal-Insulin eingestellt werden, werden oft geschult, wie sie die Insulin-Dosis selbst anpassen können. Das muss kein Einzelunterricht sein. Die Gruppenschulung ist ähnlich effektiv, beansprucht aber pro Patient nur halb so viel Zeit. Das hat jetzt eine Studie ergeben.

Veröffentlicht: 24.01.2007, 08:00 Uhr

An der INITIATE-Studie* haben 120 Typ-2-Diabetiker teilgenommen. Sie erhielten zusätzlich zu ihren oralen Antidiabetika das Basal-Insulin glargin (Lantus®). Entweder einzeln oder in Gruppen von bis zu acht Patienten lernten sie in der Studie, wie sie die Insulin-Dosis selbstständig titrieren können.

"Das Einzige, was sie tun mussten, war, bei einem Nüchtern-Blutzucker über 100 mg/dl alle drei Tage die Dosis um zwei Einheiten zu erhöhen", sagte Professor Julio Rosenstock aus Texas. Er hat die Daten beim internationalen Diabeteskongress in Kapstadt vorgestellt.

Patienten beider Gruppen senkten ihren HbA1c-Wert innerhalb von 24 Wochen signifikant und ähnlich tief, die Solo-Schüler von im Mittel 8,7 auf 6,9 Prozent und die Gruppenschüler von 8,8 auf 6,8 Prozent.

Die Einzelschulungen verschlangen allerdings deutlich mehr Zeit. Denn für Erklärungen mussten dabei 4,3 Stunden eingesetzt werden, hat Rosenstock bei einem von Sanofi-Aventis unterstützten Symposium berichtet. Dagegen sei der Zeitaufwand pro Patient für die Betreuung in der Gruppenschulung um 49 Prozent geringer gewesen. Nach dem Ergebnis ist die Gruppenschulung bei geringerem Zeit- und damit Kostenaufwand ebenso wirkungsvoll wie eine Einzelschulung.

*Das Akronym INITIATE steht für "INITiate Insulin by Aggressive Titration and Education using group or individual setting".

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