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Kommentar

Die Botschaft kommt an

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Es ist eine gute Nachricht: In Deutschland sind die Menschen zu einem großen Teil bereit, an der Krebsvorsorge teilzunehmen, sofern diese empfohlen und von den Kassen bezahlt wird. Auch die Zeiten, in denen Männer als Vorsorgemuffeln galten, dürften vorbei sein.

Die leider nicht ganz so neuen Daten des RKI zeigen, dass sich Männer bei der Darm- und Hautkrebsfrüherkennung teilweise häufiger beteiligen als Frauen, und bei der Prostata-Untersuchung auch noch den PSA-Test selbst bezahlen.

Die Erkenntnis, dass sich Krebs bei einer frühen Diagnose oft heilen lässt, hat sich herumgesprochen, die Sterberaten sinken.

Dies ist sicher auch ein Erfolg der vielen Präventionskampagnen. Und damit dürfte eines klar sein: Damit die Vorsorge klappt, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Eine unheilvolle Diskussion über die HPV-Impfung, wie sie lange Zeit in Deutschland stattfand, hat viele abgeschreckt - vermutlich mit tödlichen Folgen.

Wenn sich in Deutschland nur 30 Prozent der Mädchen impfen lassen, in anderen Industrieländern aber 70 Prozent, dann darf man hierzulande künftig eines nicht erwarten: einen nennenswerten Rückgang der Sterberate beim Zervix-Ca.

Lesen Sie dazu auch: Krebsfrüherkennung: Vorsorgemuffel Männer? Das ist passé

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