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Die meisten Grippekranken sind rechtzeitig beim Arzt

NEU-ISENBURG (eis). An Influenza sind im vergangenen Jahr eher junge Erwachsene erkrankt, wie eine vom Unternehmen Roche Pharma in Auftrag gegebene Studie ergeben hat. Ein Teil wird trotz Grippe-Impfung krank. Die meisten Patienten kommen binnen 48 Stunden nach Symptombeginn in die Praxis. In dieser Zeit ist bei Influenza eine Therapie mit einem Neuraminidasehemmer indiziert.

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Die Studie wurde vom Pharmaauftragsforschungsinstitut INPADS* in Bad Dürkheim vorgenommen und bisher nicht publiziert. Für die Untersuchung haben zwischen Januar und Mai 2008 in ganz Deutschland Hausärzte Daten von Patienten mit Verdacht auf Influenza erhoben. Bei den Betroffenen wurde zudem ein Influenza-Schnelltest gemacht, und zwar in der Regel dann, wenn außer den Atemwegssymptomen Fieber über 38,5°C bestand.

Typisch waren zudem der plötzliche Beginn der Krankheit sowie systemische Symptome wie Schweißausbrüche, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Kopfweh. Daten von 9160 Patienten wurden ausgewertet. Ergebnis: Nach Angaben von Roche Pharma waren vor allem relativ junge Menschen von den Grippe-ähnlichen Erkrankungen betroffen: Knapp jeder zweite Patient in der Studie war zwischen 30 und 50 Jahre alt. Der Influenza-Schnelltest war bei insgesamt knapp 25 Prozent der Patienten positiv.

Insgesamt waren von den Patienten 1140 gegen Grippe geimpft. Trotzdem war bei 206 (18 Prozent) von ihnen der Grippe-Schnelltest positiv. Offenbar erkrankte also auch ein deutlicher Teil der Geimpften an Grippe. Insgesamt stellten sich mehr als die Hälfte der Patienten (55 Prozent) binnen 24 Stunden nach Symptombeginn dem Arzt vor, ein weiteres Drittel (35 Prozent) innerhalb der ersten zwei Tage.

Kam ein positiver Influenza-Schnelltest hinzu, dann wurde der überwiegende Teil der Patienten mit Oseltamivir (Tamiflu®) behandelt. Eine Analyse von 1173 Patientenfragebögen ergab, dass sich bei 69 Prozent der Behandelten binnen zwei Tagen die Beschwerden besserten.

*INPADS steht für "It's no problem advanced data solutions"

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