Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Dilemma bei der Brustkrebsnachsorge

Ingrid KreutzVon Ingrid Kreutz Veröffentlicht:

Bei der Nachsorge von Frauen mit Brustkrebs wird deutlich, wie schwierig die Situation für Ärzte und ihre Patientinnen sein kann, wenn die Therapie der Diagnostik mit hochmodernen Techniken hinterherhinkt.

Nach der Primärtherapie geht es bei Frauen mit Mamma-Ca vor allem darum, Lokalrezidive und Fernmetastasen, etwa in Leber, Hirn oder Knochen, möglichst früh aufzuspüren - in der Hoffnung, das Leben dann durch eine entsprechende Therapie verlängern oder gar retten zu können.

Aber genau das ist der Knackpunkt: Zuverlässige, wenn auch zum Teil recht teure Diagnosemethoden gibt es bereits, um Metastasen früh zu erkennen. Dazu zählen etwa die Oberbauch-Sonografie, Skelettszintigrafie, CT und PositronenEmissions-Tomografie (PET). Aber diese gehören noch nicht zum Routineprogramm.

Der Grund: Es ist unklar, ob Frauen deutlich länger leben, wenn sie außer der derzeit üblichen Nachsorge mit regelmäßiger Anamnese, körperlicher Untersuchung und Mammografie weitere apparative Diagnostik erhalten.

Dass den Patientinnen - wie es derzeit geschieht - dennoch zunehmend eine intensivere Nachsorge gewährt wird, mag einerseits gerechtfertigt sein. Können sie doch bei negativem Befund erst mal wieder aufatmen. Andererseits bleibt dieser Kurs jedoch fraglich. Sind doch bei Metastasen die Überlebenschancen nach wie vor sehr gering.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Brustkrebs-Nachsorge streng nach Leitlinien wird den Bedürfnissen der Patientinnen oft nicht gerecht

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg

Körperliches Training

Mit einer Stunde mehr Sport die Brustkrebsmortalität senken?

Das könnte Sie auch interessieren
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Auswahl an gesunden pflanzlichen Lebensmitteln: Superfoods, verschiedene Obstsorten und Beeren, Nüsse und Samen.

© alicja neumiler / stock.adobe.com

Gepoolte Studien-Analyse

Vegetarische Ernährung und Krebsrisiko: Nicht immer ist pflanzlich besser!