Morbus Parkinson

Dopamin-Agonist macht keinen Heißhungner

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BERLIN (ugr). Wenn Patienten mit Morbus Parkinson Heißhunger-Attacken entwickeln, hat dies nichts mit unerwünschten Wirkungen von Arzneien zu tun.

Vermutet wurde bislang etwa, dass die Therapie mit einem Dopamin-Agonisten Heißhunger-Attacken begünstigt. Dopamin-Agonisten greifen direkt in das mesolimbische Belohnungssystem ein, das auch an der Entwicklung von Suchtverhalten beteiligt ist.

In einer Untersuchung der Parkinsonklinik Bad Nauheim bei insgesamt 117 Patienten traten bei einer Therapie mit Dopamin-Agonisten jedoch nicht vermehrt Heißhunger-Attacken auf, wurde beim Neurologenkongress in Berlin berichtet. Vielmehr kam es tendenziell häufiger zu Heißhunger-Attacken bei Patienten mit psychischen Komorbiditäten wie Depressionen und Angststörungen. Auch schlechtes emotionales Wohlbefinden war bei Patienten mit Heißhunger-Attacken stärker ausgeprägt als bei Patienten ohne Essstörungen.

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