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Kommentar

Doppelforschung für die Patienten

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Bei dem Wort "Pharmaforschung" rümpfen viele die Nase und denken, "die wollen ja nur Geld scheffeln". Bei "Grundlagenforschung" wiederum heißt es oft, "da kommt ja nichts bei raus". Wie falsch beide Ansichten sind, zeigt die Rheumatologie.

Hier hat Grundlagenforschung die Pathomechanismen entzündlich-rheumatischer Erkrankungen weit entschlüsselt: Wichtige Entzündungsmediatoren wie TNFa und IL-6 und deren zirkadiane Rhythmik wurden erkannt, ebenso die Rolle von T- und B-Zellen.

Diese Erkenntnisse haben dann Pharmafirmen aufgegriffen, was letztlich zu hochwirksamen Arzneien - den Biologicals - geführt hat.

Und die Entwicklung in der Rheumatherapie ist noch lange nicht zuende. Nach den Antikörpern wird es demnächst "kleine Moleküle" (small molecules) geben, die neue Zielstrukturen im Entzündungsgeschehen angreifen. Und es gibt die berechtigte Hoffnung auf individuelle Therapien.

Dann ist schon vor dem Therapiestart klar, wem welches Präparat nützt. Ðas Ausprobieren und das Anpassen einer Therapie hat dann ein Ende. Das Ganze geht aber nur mit Grundlagenforschung und Pharmaforschung gemeinsam.

Also Schluss mit dem Naserümpfen!

Lesen Sie dazu auch: Gute Fünf-Jahres-Daten zu Rituximab in der Therapie bei Rheumatoider Arthritis

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