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Drei Symptome erleichtern frühe Diagnose bakterieller Meningitis

OXFORD (eis). An Meningokokken-Meningitis können Patienten in wenigen Stunden nach Krankheitsbeginn sterben. Drei Zeichen erleichtern die Früherkennung der seltenen Infekte, haben britische Forscher bei 448 Kindern und Jugendlichen ermittelt.

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Klassische Krankheitszeichen der Meningokokken-Meningitis wie Nackensteifigkeit, Bewußtseinstrübung, Lichtempfindlichkeit, harte Fontanelle und Ausschlag (petechiale Exantheme, Purpura fulminans) sind nach den Studienergebnissen erst nach 13 bis 22 Stunden erkennbar.

Nach 24 Stunden sind aber viele Kinder bereits in einem lebensbedrohlichen Zustand, wie Forscher um Dr. Matthew J. Thompson von der Universität Oxford in der Studie herausgefunden haben. In der Untersuchung waren die Krankheitsverläufe der Patienten im Alter unter 16 Jahren (103 waren gestorben) mit medizinischen Aufzeichnungen und Eltern-Interviews analysiert worden (Lancet online vom 11. Januar).

Dabei kristallisierten sich drei Symptome heraus, die bei Kindern mit Meningokokken-Meningitis häufig in der Frühphase der Krankheit vorkommen:

  • schwere Schmerzen in den Beinen, die die Kinder am Stehen oder Laufen hindern,
  • kalte Hände und Füße bei sonst erhöhter Temperatur und
  • sehr blasse Haut bei blau oder dunkel gefärbtem Lippen-Umfeld.

Ein oder mehrere dieser Symptome kamen bei 72 Prozent der Patienten innerhalb von acht Stunden nach Krankheitsbeginn vor. Sie sind bei ihnen als frühe Sepsiszeichen zu verstehen, so die Forscher.

Da sich der Zustand bei Kindern mit Meningokokken-Meningitis rasch verschlechtern kann, sollte, wenn bei Verdacht eine sofortige Klinikeinweisung überzogen scheine, in vier bis sechs Stunden erneut untersucht werden.

Ein Merkblatt zu Meningokokken-Infekten gibt’s bei: www.rki.de, unter "Infektionskrankheiten von A-Z"

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Wichtige Befunde zur Meningitis-Diagnostik

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