Dünn, aber viel Bauchfett, das ist sehr ungünstig

NEU-ISENBURG (hub). Den Bauchumfang zu messen, ist wichtiger, als den BMI zu bestimmen. Dieser Schluss ergibt sich aus einer aktuellen Studie mit Frauen. Besonders gefährdet für kardiovaskuläre Erkrankungen sind Dünne mit viel Bauchfett.

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In der Praxis solle daher nicht nur der BMI, sondern auch der Bauchfettanteil bestimmt werden, empfehlen die Autoren der Studie (Arch Intern Med 167, 2007, 886). Dazu reiche es, den Bauchumfang zu messen. Dieser soll nach neuen Empfehlungen der International Diabetes Foundation in Europa für Frauen unter 80 cm, für Männer unter 94 cm liegen. Diese Werte sind viel niedriger als die bis vor kurzem gültigen, da sie neue Daten zur Bedeutung des Bauchfettes als Indikator für kardiovaskuläre Risiken berücksichtigen.

Für die Studie hatten Dr. Xianglan Zhang von der Universität in Nashville in den USA zusammen mit Kollegen aus Schanghai bei 70 000 Chinesinnen knapp sechs Jahre lang Daten gesammelt. Gemessen wurden Bauch- und Hüftumfang und daraus der Quotient (Waist-Hip-Ratio, WHR) berechnet. Er wurde in Bezug zur Sterberate gesetzt.

Besonders ungünstig war es, wenn dünne Frauen (BMI unter 22,5) einen besonders hohen Bauchfettanteil (WHR über 0,85) hatten: Bei ihnen war die Sterberate 2,4-fach höher als bei Frauen mit gleichem BMI, aber wenig Bauchfett (WHR unter 0,77). Mit einem BMI von 22,3 bis 25,1 war die Sterberate 1,6-fach, mit einem BMI über 25,2 um den Faktor 1,5 erhöht.

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