Jugendschutz

E-Zigarette Juul® in Deutschland auf dem Markt

Die E-Zigarette Juul® ist in den USA bei Schülern sehr beliebt. Nun ist sie auch in Deutschland erhältlich.

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HAMBURG. Die umstrittene E-Zigarette Juul® aus den USA wird ab dem 19. Dezember in Deutschland erhältlich sein.

Der Verkauf beginne zunächst in rund 1000 Tabakgeschäften und sogenannten Vape Stores im gesamten Bundesgebiet, teilte der Hersteller Juul Labs in Hamburg mit, wo die deutsche Tochtergesellschaft ihren Sitz hat.

In den USA ist Juul® sehr beliebt bei Jugendlichen. Aber auch andere E-Zigarettenmarken liegen im Trend: Einer neuen Studie der Universität Michigan zufolge ist der Anteil der Zwölftklässler, die in den letzten 30 Tagen eine E-Zigarette benutzt haben, im Jahr 2017 von elf auf 21 Prozent angestiegen. Das liege auch an neuen, attraktiven Geräten, vermuten Experten.

Juul® soll auf dem deutschen Markt in fünf Geschmacksrichtungen mit einem Nikotingehalt von 20 Milligramm je Milliliter angeboten werden. Das entspreche dem zulässigen europäischen Höchstwert. Deutschland ist der siebte Markt, auf dem Juul® zu kaufen ist. In den USA bietet Juul seine Produkte mit deutlich höheren Nikotinwerten an.

Das Startup Juul Labs konnte gegen Großkonzerne wie Philip Morris in den USA einen Marktanteil bei E-Zigaretten von 70 Prozent erreichen. In Deutschland wird der Markt für E-Zigaretten auf 300 bis 400 Millionen Euro geschätzt, bei steigender Tendenz.

Unterdessen betrachtet die Bundesregierung den Konsum von E-Zigaretten jeder Art durch Kinder und Jugendliche mit Sorge. Das geht aus einer Anfrage des Bundesministers a.D. Christian Schmidt (CSU) an die Bundesregierung hervor.

Die Regierung verweist auf das Tabakerzeugnisgesetz, das verhindern soll, dass E-Zigaretten in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen. (mmr, mit Material von dpa)

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