Studien analysiert

Ein Pluspunkt für Sport bei Parkinson

Parkinsonpatienten profitieren offenbar auch hinsichtlich der kognitiven Symptome von Sport.

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KÖLN. Während Sport als erfolgreiches Therapiemittel für motorische Einschränkungen bei Parkinson gilt, ist der Effekt auf weitere Symptome, insbesondere kognitive Einschränkungen, wenig bekannt.

Ein deutsch-australisches Forscherteam hat nun in einer systematischen Literaturanalyse überprüft, welche Effekte spezifische Sportformen (Ausdauer-, Koordinations- und Krafttraining) auf die kognitive Leistungsfähigkeit von Parkinson-Patienten haben (J Parkinsons Dis 2019; 9: 73-95). Insgesamt entsprachen elf Studien, veröffentlicht vor März 2018, den Gütekriterien des Forscherteams, teilt die Deutsche Sporthochschule Köln mit.

In diesen Studien wurde die Effektivität verschiedener Sportarten bei über 500 Parkinson-Patienten untersucht. Es wurde kein negativer Einfluss des Sports auf die kognitive Leistungsfähigkeit gefunden – im Gegenteil: Vier Studien zeigten sogar eine signifikante Verbesserung spezifischer kognitiver Symptome. Zudem führten die verschiedenen Bewegungsinterventionen allgemein zu einer Linderung der Krankheitssymptome.

Zum derzeitigen Zeitpunkt könne allerdings keine eindeutige Empfehlung gegeben werden, welche Sportform am besten zur Verbesserung der Kognitionsleistung führe. Zwar scheine ein Ausdauertraining besonders geeignet zu sein, um das Gedächtnis positiv zu beeinflussen. Aber die Ergebnisse der durchgeführten Literaturanalyse zeigten hier auch kontroverse Studienresultate, so die Sporthochschule. Aufgrund der derzeit noch dünnen Studienlage empfiehlt das Wissenschaftlerteam daher, Sportformen direkt miteinander zu vergleichen. (eb)

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