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Kommentar zur Herzdruckmassage

Eine Frage der Übung

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Es ist höchst unwahrscheinlich, kann aber jedem jederzeit passieren: der medizinische Notfall, der Erste Hilfe vom Laien erfordert. Tatsache ist: Die meisten Menschen reagieren ratlos, der Erste-Hilfe-Kurs, der zum Erwerb des Führerscheins absolviert werden musste, liegt Jahre oder Jahrzehnte zurück.

Dabei ist es nach den jüngsten Leitlinien zur Reanimation so einfach: An erster Stelle steht die Herzdruckmassage, alles andere ist sekundär. Jeder könnte es, doch nur wenige trauen sich, weil sie unsicher sind.

Wie vieles im Leben, ist auch dies eine Frage der Übung, und erst die vermittelt Sicherheit. Genau daran aber hapert es. Möglicherweise weil es so simpel ist, aber auch, weil der Notfall im Alltag gern verdrängt wird.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten fester Bestandteil etwa des Biologie-Unterrichts in der Schule sein, jedes Jahr eine Stunde: Herzdruckmassage und Anwendung eines Defibrillators.

Oder auch Erste-Hilfe-Kurse in der Betriebsmedizin. Hier geht es nicht um zeitaufwendige Edukation, sondern um Übung durch regelmäßige Wiederholung. Das ist die Grundlage, im Notfall das Richtige zu tun.

Lesen Sie dazu auch: Herzdruckmassage: "Es sollte selbstverständlich sein, ist es aber nicht!"

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