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Einmaltherapie stillt Blutungen bei Hämophilie

GENF (grue). Für Patienten mit Hemmkörper-Hämophilie wird die Behandlung einfacher: Im Falle einer Blutung genügt oft schon eine einzige Injektion eines hochdosierten Gerinnungsfaktor-Präparates.

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Das rekombinante Faktor-VIIa-Präparat NovoSeven® kann jetzt auch als einzelner Bolus gegen Blutungen bei Hämophilie A oder B intravenös gespritzt werden. Die Dosis beträgt 270 µg / kg Körpergewicht. Die Einzeldosis des Gerinnungsfaktors ersetzt die Behandlung mit dreimal 90 µg/kgKG alle drei Stunden.

Die einmalige höherdosierte Injektion ist genauso wirksam und verträglich wie drei zeitlich versetzte Anwendungen, hat Professor Amy Shapiro aus Indianapolis in den USA bei einer Veranstaltung von Novo Nor-disk in Genf berichtet. Die Therapie werde durch Umstellung auf den Einmal-Bolus nicht teurer. "Sie ist für die Patienten angenehmer und eignet sich besonders für die Heimbehandlung", so Shapiro. Vor allem für Kinder sei die Einzeldosis eine venenschonende Alternative.

Das neue Applikationsschema wurde in einer Studie bei 22 Patienten mit Hemmkörper-Hämophilie und Gelenkblutungen geprüft. Neun Stunden nach Einmaltherapie mit dem Faktor-VII-Produkt waren 91 Prozent der Blutungen gestillt. Nach Mehrfachbehandlung waren es 86 Prozent. "Die Einzelgabe ist mindestens ebenso effektiv und verursacht keine Thromboembolien oder sonstige schwere unerwünschte Wirkungen", so Shapiro. Auch Schmerzen und Funktionseinschränkungen wurden mit beiden Therapiestrategien ähnlich stark verringert.

Zu einem ähnlichen Resultat kam eine zweite kontrollierte Studie. Darin wurde zudem festgestellt, dass die Einmaltherapie nicht die Zahl der Krankenhausaufenthalte erhöht und keine zusätzlichen Arztbesuche erfordert.

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