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Elektronische Nase erkennt Asthma-Kranke an der Atemluft

SAN FRANCISCO (grue). So genannte elektronische Nasen könnten in Zukunft die Diagnose des Asthmas bronchiale erleichtern. Es gibt hierzu hoffnungsvolle Ergebnisse aus einer kleinen klinischen Studie.

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Mit elektronischen Nasen werden flüchtige Substanzen analysiert. Die Geräte sortieren die Gasmoleküle nach Größe, Struktur und Ladungsdichte. Allerdings wurden die Spürnasen bisher nur bei der Suche nach Drogen und Sprengstoff routinemäßig eingesetzt. In Studien wird jetzt geprüft, ob sich die Analysegeräte etwa auch zur Diagnose von Lungenkrebs eignen.

Eine niederländische Forschergruppe sieht noch weitere Anwendungsmöglichkeiten. So kann mit einer handelsüblichen Spürnase offenbar auch Asthma detektiert werden. Das hat Professor Silvano Dragonieri von der Universität Leiden beim Pneumologie-Kongress in San Francisco in den USA berichtet.

Der Forscher prüfte dies bei 20 Asthma-Patienten, die jeweils zur Hälfte leicht und schwer erkrankt waren. Die künstliche Nase konnte beide Gruppen sicher von altersgleichen gesunden Kontrollpersonen unterscheiden. "Das Gerät vergleicht das individuell erstellte Geruchsprofil der Atemluft mit voreingestellten Profilen", sagte der Pneumologe.

Es gelang aber nicht, das Asthma zuverlässig nach Schweregraden einzuordnen. "Ein gutes Diagnoseinstrument sollte aber gerade die leichteren Stufen des Asthmas erkennen können", sagte Dragonieri. Die Technik müsse deshalb noch weiter verbessert werden. Sollte dies gelingen, gebe es für ein solches Diagnoseverfahren viele Einsatzmöglichkeiten, meinte der Forscher. Denn damit könnten Patienten nicht-invasiv, kostengünstig und innerhalb von fünf Minuten untersucht werden.

Als nächstes soll nun die elektronische Nase auf Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit (COPD) angesetzt werden. Dragonieri: "Auch die Atemluft von COPD-Patienten hat eine charakteristische Zusammensetzung, die von der Nase analysiert werden kann." Dies sei allerdings schwierig, wenn die Patienten Raucher seien. Aber gerade das sei bei COPD-Patienten bekanntlich häufig der Fall.

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