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Empfehlen Kollegen Koloskopien, gehen Patienten zur Untersuchung

NEU-ISENBURG (gwa). Offenbar ist es ganz wichtig, dass Kollegen ihre Patienten immer wieder auf Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen wie Koloskopien aufmerksam machen. Dann werden solche Untersuchungen häufig auch wahrgenommen. Übrigens: Ein guter Anlass, etwa auf Screening-Koloskopien ab dem 55. Geburtstag hinzuweisen, ist jetzt der Darmkrebsmonat März.

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Kollegen bewirken viel mit ihrer Aufklärung über den Nutzen von Koloskopien, nämlich dass Krebsvorstufen und Krebs früh entdeckt und entfernt werden können. Das hat erneut eine Studie ergeben (Am J Gastroenterol 102, 20007, 153).

Forscher um Dr. Anita Kinney von der Uni in Salt Lake City fragten 150 Menschen mit hohem Darmkrebsrisiko, ob sie sich kürzlich hatten endoskopieren lassen. 71 von ihnen hatten eine familiärer adenomatöser Polyposis (FAP), 79 waren Familienangehörige.

Insgesamt nur 71 der 150 Befragten hatten sich trotz ihres erhöhten Risikos zwei bis fünf Jahre vor der Befragung endoskopieren lassen. Auffallend: 64 von ihnen (90 Prozent) war die Untersuchung empfohlen worden. Die anderen sieben hatten sich ohne Empfehlung untersuchen lassen.

In der Studie war der Rat zur Untersuchung der stärkste ausschlaggebende Faktor dafür, dass Patienten zur Endoskopie gingen. Und das, obwohl nicht alle Patienten der US-Studie versichert waren. Bei uns werden Koloskopien und Polypektomien bei FAP-Risiko bezahlt. Menschen ohne erhöhtes Risiko bekommen ab dem vollendetem 55. Lebensjahr Screening-Koloskopien.

Lesen Sie dazu auch: Ständige Durchfälle als Erstsymptom bei Polyposis

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