Kommentar

Endlich Taten gegen Impfgegner!

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Gibt es Gegenargumente, Kindern zwei Wochen Leid zu ersparen? Anscheinend ja, denn es gibt Eltern, die ihre Kinder bewusst nicht gegen Masern impfen lassen. Komischerweise sind das meist Eltern, die ansonsten Gewalt gegen Kinder kategorisch ablehnen.

Einige Thesen, von denen sich manche Erziehungsberechtigte dabei leiten lassen, scheinen aus dem Mittelalter zu stammen: Das Masernexanthem sei eine Art Häutung, die zu einer höheren Entwicklungsstufe führe - meinen Anthroposophen. Das klingt schon fast nach "was uns nicht tötet ...". Postulierte Entwicklungsschübe nach Infektionskrankheiten jedenfalls sind durch nichts belegt.

Eine demokratische Gesellschaft muss solche abstrusen Thesen ertragen. Sonst wäre sie nicht demokratisch. Nicht akzeptabel aber ist, dass sogar einige Ärzte solche Thesen vertreten. Impfungen und die immunologische Basis sind wissenschaftlich unumstritten. Und: Die Impfempfehlungen der STIKO sind vom Bundesgerichtshof auch juristisch als medizinischer Standard definiert.

Die Delegierten des Deutschen Ärztetags haben schon 2006 gefordert, berufsrechtlich gegen Kollegen vorzugehen, die sich "wiederholt gegen empfohlene Impfungen aussprechen". Jetzt müssen Taten folgen!

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Ulrich Merten

Keine objektive Darstellung!

DIeser Text ist sehr propagandistisch! Hier hat ein Indoktrinierter geschrieben. Besser wäre eine objektive Gegnüberstellung der Nach- und Vorteile.

Prof. Dr. Volker von Loewenich

Impfgegnereische Ärzte

Impfgegner sind Sektierer. Sie sind nicht zu überzeugen.
Gegen Sekten kann der Staat vorgehen, wenn Verfassungsfeindlichkeit nachgewiesen wird.
Analog hierzu erscheinen berufsrechtliche Sanktionen gegen medinische Sektierer, die zum Schaden ihrer Patienten ihren Aberglauben verwirklichen, gerechtfertigt. Unsere Standesvertretungen wären gut beraten, sich über geeignete Verfahren Gedanken zu machen und diese auch umzusetzen.
Nicht zu vergessen sei dabei, daß es unter niedergelassenen Hebammen nicht so ganz wenige gibt, die sich ebenfalls als Impfgegnerinnen betätigen und damit genau so schädlich sind wie ärztliche Impfgegener. Auch diesem Treiben gilt es Einhalt zu gebieten.


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