Enoxaparin: Erfolg bei Koronarsyndrom bestätigt

MÜNCHEN (sto). Bei Hochrisikopatienten mit instabiler Angina pectoris oder Myokardinfarkt ohne ST-Streckenhebung, die früh eine Koronarintervention bekommen, ist eine Therapie mit dem niedermolekularem Heparin Enoxaparin (Clexane®) subkutan mindestens ebenso wirksam wie die Behandlung mit unfraktioniertem Heparin (UFH) intravenös.

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Das hat die prospektive, randomisierte Synergy-Studie (Synergy steht für Superior Yield of the New Strategy of Enoxaparin, Revascularization, and G1ycoprotein IIb/IIIa Inhibitors) mit mehr als 10 000 Patienten weltweit ergeben. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind am Samstag beim Europäischen Kardiologie-Kongreß (ESC) in München erneut diskutiert worden.

Primärer Endpunkt der Synergy-Studie waren Todesfälle und Myokardinfarkte innerhalb von 30 Tagen nach Studienbeginn. Alle Patienten erhielten Acetylsalicylsäure und - egal, ob sie zuvor Enoxaparin oder unfraktioniertes Heparin bekommen hatten - entweder Enoxaparin (1 mg/kg zweimal täglich) oder UFH-Dauerinfusionen. Außerdem wurden die Patienten mit Clopidogrel und GP-IIb//IIIa-Hemmern entsprechend den Leitlinien behandelt.

Die Inzidenz von Todesfällen oder nicht-tödlichem Myokardinfarkten betrug über die gesamte Studiendauer bei den mit Enoxaparin behandelten Patienten 14 Prozent und bei den Patienten, die UFH-Dauerinfusionen erhielten, 14,5 Prozent. Dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant. Die Inzidenz von Blutungen war mit 9,1 Prozent im Vergleich zu 7,6 Prozent in der Enoxaparin-Gruppe leicht erhöht. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um Blutungen in der Leiste.

Mit diesen Untersuchungsergebnissen habe sich Enoxaparin als eine effektive und verträgliche Alternative zu unfraktioniertem Heparin bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom erweisen, sagte Professor Luigi Biasucci aus Rom bei einem Satelliten-Symposium des Unternehmens Aventis in München.

Eine relative Überlegenheit der Therapie mit Enoxaparin habe sich in Subgruppenanalysen ergeben, so Biasucci. Betrachte man nämlich nur die Patienten, die nach der Randomisierung die gleiche Medikation wie zuvor bekamen, die also eine konsistente Therapie erhielten, so reduzierte Enoxaparin das relative Risiko auf den primären Endpunkt um etwa 16 Prozent. In der Vergleichsgruppe ergab sich dagegen eine Reduktion dieses Risikos nur um etwa 13 Prozent - ein signifikanter Unterschied. Ein Wechsel der Antikoagulation sollte nach diesen Ergebnissen unterbleiben, sagte Biasucci.

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