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Enzym entdeckt, das Entstehung von Fettgewebe steuert

NEW YORK (wsa). Fettgewebe entwickelt sich aus Vorläuferzellen, die auf Hormone reagieren und sich dann in reife Fettzellen umwandeln. Bei diesem Prozess ist das Enzym Xanthin-Oxidoreduktase (XOR) offenbar bedeutsamer als bisher gedacht. Denn bei Mäusen, denen das Enzym fehlte, verringerte sich die Fettproduktion um die Hälfte.

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Wirkstoffe, die das Enzym XOR hemmen, könnten sich als Arzneien gegen Adipositas erweisen. Das berichtet die Arbeitsgruppe um Professor Jeffrey Friedman an der Rockefeller University in New York (Cell Metabolism 5, 2007, 115). Denn bei Adipositas ist die Aktivität dieses Enzyms stark erhöht. Friedman hat 1994 das Leptin-Gen entdeckt.

"Bisher kannte man XOR in Verbindung mit dem Abbau von Purinen zu Harnsäure und als Produzent reaktiver Sauerstoff-Verbindungen. Es wurde aber noch nie in einen Zusammenhang mit der Entwicklung von Fettgewebe gebracht", sagt Dr. Iphigenia Tzameli. Wenn sich in den Vorläufern von Adipozyten die Aktivität bestimmter Gene verändert, setzt das einen Prozess in Gang, der zu neuen Fettzellen führt.

Mit Hilfe von Gen-Chips ermittelten die Forscher, welche Gene dabei in den ersten 24 Stunden an- oder abgeschaltet werden. Eines der so identifizierten Gene steuert die XOR-Synthese. Versuche mit Zellkulturen ergaben, dass XOR den für die Fettbildung wichtigsten Genschalter kontrolliert. Genetisch veränderte Mäuse ohne XOR-Gen bildeten nur noch halb so viel Fettgewebe wie gesunde Tiere.

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