Atemwegskrankheiten

Erfolg mit neuer Option gegen Lungenhochdruck

Von QTI571 mit dem bei Krebs erprobten Wirkstoff Imatinib profitieren auch Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie.

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AMSTERDAM (eb). Das Präparat QTI571 (Imatinib) bessert aktuellen Studiendaten zufolge signifikant die körperliche Belastbarkeit von Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) nach 24 Wochen im Vergleich zu Placebo.

Die Daten der randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie IMPRES* wurden erstmals auf dem diesjährigen Kongress der European Respiratory Society in Amsterdam von der Arbeitsgruppe um Professor Marius Hoeper aus Hannover präsentiert.

An der Studie nahmen 202 Patienten teil, die einen erhöhten pulmonalen Gefäßwiderstand von mindestens  800 dyn x sec x cm-5 aufwiesen. Zudem waren sie zuvor mit mindestens zwei anderen spezifischen PAH-Medikamenten behandelt worden, also mit Endothelin-Rezeptor-Antagonisten, Phosphodiesterase-5-Hemmern und / oder Prostacyclinen, ohne dass die PAH-Symptome gelindert wurden.

Durch die Behandlung mit QTI571 wurde die Distanz im 6-Minuten-Gehtest signifikant erhöht, und zwar um durchschnittlich 32 Meter im Vergleich zur Placebo-Gruppe (383 m versus 351 m).

Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass QTI571 den Ursachen der PAH entgegenwirkt, indem es das unkontrollierte Wachstum der glatten arteriellen Muskelzellen hemmt, wie es in einer Mitteilung von Novartis heißt.

Imatinib, der Wirkstoff im Präparat QTI571, wird bereits in der Onkologie erfolgreich genutzt, etwa bei Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie.

*IMatinib in Pulmonary Arterial Hypertension, a Randomized, Efficacy Study

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