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Erfreuliche Erfolge in der Therapie Herzkranker

NÜRNBERG (Rö). Erfreuliche Erfolge in der Kardiologie in Deutschland belegt der Herzbericht 2005: Sowohl die Zahl der stationär behandelten Herzkranken als auch die Zahl der Gestorbenen ist gesunken. Der Bericht wurde bei der Herbsttagung der Kardiologen in Nürnberg vorgelegt.

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Auch die Krankheitskosten sind gesunken - anders als in vielen anderen Gebieten der Medizin. Das belegt die neue Ausgabe des Herzberichtes von Dr. Ernst Bruckenberger aus Hannover, der traditionell Morbidität und Sterberaten sowie Angebots- und Leistungsstruktur bei Herzkrankheiten in Deutschland analysiert.

Nach den letzten verfügbaren Zahlen 2004 gab es im Vergleich zu 2002 5,9 Prozent weniger stationäre Behandlungen (1,45 Millionen versus 1,54 Millionen) und 7,3 Prozent weniger an Herzkrankheiten Gestorbene (231 000 versus 249 000). Die Kosten haben bei ischämischen Herzerkrankungen um 5,5 Prozent (362 Millionen Euro) abgenommen, und bei Herzinsuffizienz nur geringfügig um 0,9 Prozent (23 Millionen Euro) zugenommen.

Diagnostische und interventionelle Leistungen haben aufgrund der steigenden Zahl alter Menschen in der Bevölkerung und des medizinischen Fortschrittes zugenommen. Es gab 7,9 Prozent mehr Linksherzkatheter-Untersuchungen, 8,9 Prozent mehr Ballondilatationen, und 13,6 Prozent mehr Stentimplantation. Der Anteil der beschichteten Stents hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 13 auf 28 Prozent erhöht.

Daß es noch einigen Forschungs- und Verbesserungsbedarf gibt, belegen die regional großen Unterschiede bei den an Herzinfarkt Gestorbenen pro 100 000 Einwohner. Ganz hinten liegen die Stadtstaaten Berlin mit 18, Bremen mit 59 und Hamburg mit 61. Besonders hoch sind die Sterbeziffern in den neuen Bundesländern: Mecklenburg-Vorpommern 85, Thüringen 86, Sachsen 99, Brandenburg 103 und Sachsen-Anhalt 104.

Aber auch das gut mit Herzzentren versorgte Nordrhein-Westfalen falle mit 75 negativ auf, sagte Professor Arno Krian vom Herzzentrum Duisburg zur "Ärzte Zeitung". Ob die Unterschiede auf gesundheitliche Belastungen oder unterschiedliche Versorgungsqualität zurückzuführen seien, bleibe zu klären, so Krian.

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