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Erhöhte FSME-Gefahr bei Reisen nach Osten

Frühsommer-Meningoenzephalitis ist zwar selten, aber potenziell lebensbedrohlich. Wegen der Infektionsgefahr ist Reisenden in östliche und südliche Nachbarländer zur Impfung zu raten.

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Viele Urlaubsziele in Mittel-, Nord- und Osteuropa bergen FSME-Infektionsrisiken. Reisenden ist Impfschutz zu empfehlen.

Viele Urlaubsziele in Mittel-, Nord- und Osteuropa bergen FSME-Infektionsrisiken. Reisenden ist Impfschutz zu empfehlen.

© Novartis Vaccines

NEU-ISENBURG (eb). Anders als bei Fernreisen sind sich Urlauber in Europa oft wenig bewusst, dass sie sich vor Reiseinfektionen schützen sollten. Gerade in Mittel-, Nord- und Osteuropa ist Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verbreitet. Außer in Europa kommt FSME zudem in einigen Regionen in China und in der Mongolei vor. Eine Impfung ist der effektivste Schutz vor dieser potenziell gefährlichen Infektion. Zum Schutz vor Borreliose und weiteren durch Zecken übertragene Erreger ist zudem die Vermeidung von Zeckenstichen besonders wichtig.

"Der Trend zur weiteren Ausbreitung der FSME-Risikogebiete in Europa und in Deutschland setzt sich fort", warnt Dr. Christian Schönfeld vom Tropeninstitut in Berlin in einer Mitteilung von Novartis Vaccines. "In Europa haben die Fallzahlen während der letzten 30 Jahre kontinuierlich zugenommen", berichtet der Reisemediziner.

Risikogebiete sind in Deutschland die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen sowie Teile von Rheinland-Pfalz und Thüringen. In Europa gibt es FSME-Risiken in Österreich, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Polen und im Baltikum. Wenig bekannt ist, dass man sich mit FSME auch infizieren kann in Südschweden, Finnland und Norwegen, auf den Inseln Bornholm und Seeland, im Elsass und in Bordeaux in Frankreich sowie in der Schweiz und Norditalien. All diese Gebiete sind bei Deutschen beliebte Urlaubsziele. In Russland können Zecken eine besonders gefährliche Variante der FSME übertragen, die noch schwerere Erkrankungen auslöst und häufiger zum Tod führt als die europäischen Erreger. Die gute Nachricht: Der in Deutschland erhältliche Impfstoff schützt auch vor dieser Variante.

"Die Faustregel lautet: Je weiter man nach Osten kommt, desto höher ist das FSME-Risiko", so Schönfeld. Die Zecken als Überträger der FSME-Viren finden sich nicht nur im Wald sondern auch auf Wiesen, an Wegrändern, in Parks und Gärten. Deshalb besteht laut Schönfeld nicht nur für Wanderer und Camping-Fans eine Infektionsgefahr: "Unabhängig davon, ob ein Kurztrip oder ein Langzeitaufenthalt in der Natur geplant ist, können sich Reisende in Risikogebieten mit dem FSME-Virus infizieren und erkranken. Auch bei einer Durchfahrt durch ein Risikogebiet - mit Pausen im Freien - kann schon die Gefahr einer Infektion bestehen." Die Impfung gegen FSME ist wichtig, da es gegen die Erkrankung keine kausale Therapie gibt. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Injektionen - die ersten beiden erfolgen normalerweise im Abstand von 1 bis 3 Monaten, die dritte nach 9 bis 12 Monaten. Wenn es schnell gehen muss, können beim Impfstoff Encepur® alle drei Impfungen binnen drei Wochen verabreicht werden. Dann sollte der Schutz aber bereits nach einem Jahr aufgefrischt werden.

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