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Erhöhtes Risiko für Kolon-Ca nach Cholezystektomie

PHILADELPHIA (gwa). Im Vergleich zu Menschen mit Gallenblase haben Menschen nach Cholezystektomie ein erhöhtes Dickdarmkrebs-Risiko. Hinweise dafür liefert erneut eine Studie US-amerikanischer Kollegen. Ihre Empfehlung: Bei Patienten nach Cholezystektomie sollte man auf eine gute Darmkrebs-Vorsorge achten.

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Schon länger wird vermutet, daß Patienten nach Cholezystektomie ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben. Als eine Ursache wird diskutiert, daß der ständige Gallenfluß, eine Folge der Gallenblasen-Op, die Darmschleimhaut chronisch reizt und eine Entartung fördert.

Dr. Theresa Shao und Dr. Yu-Xiao Yang von der Universität Pennsylvania in Philadelphia verglichen jetzt retrospektiv die Inzidenz kolorektaler Karzinomen bei Patienten nach Cholezystektomie mit der bei Patienten ohne Gallenblasen-Operation.

Sie analysierten Daten eines britischen Gesundheitsregisters, in dem Diagnosen aus mehr als 700 Hausarztpraxen erfaßt sind. Die Daten von fast 60 000 Patienten im Alter über 40 Jahren, die mindestens ein Jahr vor Einspeisung ihrer Diagnosen in das Register cholezystektomiert worden waren, wurden mit denen 575 000 zufällig gewählter Patienten ohne eine solche Operation verglichen (Am J Gastroenterol 100, 2005, 1813).

Hochgerechnet auf 100 000-Patienten-Jahre ergab sich für die Gruppe der Patienten nach Gallenblasen-Op eine Inzidenz von 119 kolorektalen Karzinomen im Vergleich zu 86 in der Kontrollgruppe. Dieser Unterschied war signifikant. Vor allem das Risiko für Kolonkrebs war erhöht; keinen Unterschied gab es für rektale Karzinome. Fazit der Kollegen: Patienten nach Cholezystektomie sollte man zu einer regelmäßigen Darmkrebs-Vorsorge ermuntern.

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