Umweltmedizin

Feinstaub verstärkt Allergie-Reaktion

Veröffentlicht: 24.04.2006, 08:00 Uhr

MÜNCHEN (eb). Ultrafeine Partikel aus Dieselruß können bekanntlich bei Allergikern das Entzündungsgeschehen verstärken. Entscheidend ist dabei die Reihenfolge der Exposition, haben Forscher aus München herausgefunden (J Allerg Clin Immunol 117, 2006, 824).

Sensibilisierte Mäuse inhalierten 24 Stunden vor oder nach Allergenexposition ultrafeine Kohlenstoffpartikel. In beiden Gruppen wurde die Zytokinausschüttung in den Bronchien mit bronchoalveolärer Lavage gemessen. Wurden zuerst die Partikel eingeatmet, führte dies zu einem signifikanten Anstieg der Entzündungsmarker im Vergleich zu den anderen Tieren. Die Effekte waren dosisabhängig und auch dann zu beobachten, wenn die Rußpartikel vier Tage vor Allergenexposition eingeatmet wurden.

Allergiker reagieren empfindlicher auf Feinstaub als Nicht-Sensibilierte, so die Forscher. Dies ist in der Pollensaison von besonderer Bedeutung.

Mehr zum Thema

Neue Hinweise

Schlechte Luft in Innenräumen erhöht Asthmarisiko

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Berichten von durchgehend positiven Erfahrungen nach der Niederlassung als Allgemeinmediziner: Dr. Laura Dalhaus und Dr. Tobias Samusch.

Zwei Ärzte berichten

Erfüllender Quereinstieg in die Allgemeinmedizin

Inhalierte Asthma-Präparate mit Kortison – eine Gefahr für die Knochengesundheit?

Risiko steigt mit der Dosis

Auch inhalative Steroide gehen Asthmapatienten an die Knochen