Spiel ums Essen

Fett- und kohlenhydratreiches Essen ist Belohnung fürs Gehirn

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KÖLN. Sowohl fettiges als auch kohlenhydratreiches Essen aktiviert jeweils das Belohnungssystem im Gehirn, wenn auch über unterschiedliche Signalwege. Kommen Kohlenhydrate und Fette im Essen zusammen, wird dieser Effekt noch verstärkt, berichtet das Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns.

Forscher wollten wissen, ob Menschen aus unterschiedlichen Kalorienquellen bestehende Nahrung mehr oder weniger stark bevorzugen (Cell Metabol 2018; online 14 Juni). Um die Frage zu beantworten, spielten 40 Freiwillige gegen einen Computer um Essen. Angeboten wurden fett- oder kohlenhydratreiche Nahrungsmittel sowie Essen, dass fettig und kohlenhydratreich zugleich ist.

Um ein Lebensmittel zu erspielen, mussten die Probanden den Computer überbieten. Für das fett- und kohlenhydratreiche Essen wurde das meiste Geld geboten, heißt es weiter in der Mitteilung. Für die Teilnehmer war es offenbar am attraktivsten.

Während des Spielens zeichneten die Forscher die Gehirnaktivität mittel MRT auf. Die Messungen ergaben, dass eine Kombination aus Fetten und Kohlenhydraten die Gehirnareale des Belohnungssystems intensiver aktiviert als die anderen angebotenen Lebensmittel. Dieser Befund stimmt mit den Ergebnissen des Spiels überein.

"Wahrscheinlich werden wir durch Muttermilch darauf geprägt, besonders intensiv auf Nahrung reich an Kohlenhydraten und Fetten zu reagieren und dieses als besonders belohnend wahrzunehmen, weil dies überlebenswichtig ist", wird Forschungsgruppenleiter Marc Tittgemeyer vom Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung zitiert. (eb)

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