Fixe Zweierkombination punktet bei adipösen Hypertonikern

MAILAND (ikr). Die fixe Kombination mit Enalapril plus Nitrendipin eignet sich nicht nur gut für Hypertoniker mit Diabetes und für alte Patienten mit isolierter systolischer Hypertonie. Auch bei adipösen Hochdruck-Patienten lässt sich der Blutdruck mit einer solchen Kombination gut in Schach halten, wie jetzt neue Studiendaten belegen.

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Analysiert wurden die Daten von 1816 adipösen Hypertonikern (BMI von mindestens 30 kg/m2) aus der CENIT-Studie. Die Ergebnisse hat Dr. Alex Roca-Cusachs aus Barcelona beim Europäischen Hochdruck-Kongress in Mailand vorgestellt. Behandelt wurde in der Studie mit täglich 10 mg Enalapril plus 20 mg Nitrendipin als Fixkombi (in Deutschland als Eneas® erhältlich). Nach drei Monaten war der systolische Blutdruck im Mittel um 27 mmHg und der diastolische Druck um 15 mmHg niedriger als zu Beginn der Therapie.

Nahezu 80 Prozent der Patienten sprachen auf die Behandlung an. Das heißt: Der systolische Blutdruck war bei Nicht-Diabetikern auf unter 140 / 90 mmHg und bei Diabetikern auf unter 130 / 85 mmHg gefallen. Oder der systolische Druck war um mindestens 20 mmHg und der diastolische Druck um mindestens 10 mmHg reduziert. Das hat der spanische Internist bei einer Veranstaltung berichtet, zu der das Unternehmen Merck Pharma geladen hatte. Bei nahezu 58 Prozent der Patienten war der Blutdruck nach drei Monaten ausreichend gesenkt. Das heißt: Bei Diabetikern lag der Blutdruck unter 130/85 mmHg und bei Nicht-Diabetikern unter 140/90 mmHg.

Die Kombitherapie mit dem ACE-Hemmer und dem Kalzium-Antagonisten wurde nach Angaben von Roca-Cusachs von den Patienten allgemein gut vertragen. Und es gab keine ungünstigen Effekte auf den Stoffwechsel - ganz im Gegenteil: Blutglukose-, LDL-, sowie Triglyzerid-Spiegel verringerten sich sogar signifikant, und die HDL-Werte stiegen.

Die Fixkombination mit Enalapril und Nitrendipin ist offenbar auch langfristig gut wirksam, wie der spanische Kollege berichtet hat. So war der systolische Blutdruck nach sechs Monaten Behandlung im Mittel um 28,8 mmHg und der diastolische um 14,4 mmHg geringer als zu Beginn der Therapie. Und nach einem Jahr lagen der systolische Blutdruck um 31 mmHg und der diastolische Druck um 16 mmHg unter den jeweiligen Ausgangswerten.

Die Studienteilnehmer waren im Mittel 63 Jahre alt. Gut 97 Prozent von ihnen hatten mindestens einen kardiovaskulären Risikofaktor, vor allem Fettstoffwechselstörungen (49 Prozent) und Diabetes (30 Prozent). Mit einer Monotherapie, etwa mit einem ACE-Hemmer oder einem Kalzium-Antagonisten, war der Blutdruck nicht ausreichend gesenkt.

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