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Fördert C-Peptid die Atherosklerose bei Diabetikern?

BAIERBRUNN (wst). C-Peptid im Blut gilt bislang als Marker etwa zur Unterscheidung von Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Möglicherweise ist das Peptid aber bei Diabetikern an der frühen Entstehung von Atherosklerose beteiligt.

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C-Peptid ist bei Typ-2-Diabetikern anfangs im Übermaß vorhanden und wird bei der Transformation von Proinsulin zu Insulin freigesetzt.

Forscher um Professor Nikolaus Marx vom Uniklinikum Ulm haben atherosklerotische Läsionen von Typ-2-Diabetikern und Nicht-Diabetikern untersucht. Nur bei Diabetikern fanden sie darin hohe Konzentrationen von C-Peptid, wie Marx beim 2. Wissenschaftlichen Symposium "Metabolisches Syndrom" in Baierbrunn berichtet hat. Besonders gehäuft kam das C-Peptid dabei im Endothel zusammen mit Makrophagen sowie CD4-positiven Lymphozyten vor und in der Media mit einer verstärkten Proliferation glatter Gefäßmuskelzellen; also mit Zellen, die für die Atherosklerose bedeutsam sind.

Handelt es sich also bei C-Peptid um einen chemotaktischen Stoff, der atherosklerosefördernde Abwehrzellen in die Gefäßwand lockt und zudem das Wachstum glatter Gefäßmuskelzellen anregt? Ergebnisse von In-vitro-Experimenten sprächen dafür, sagte Marx. So induzierte C-Peptid konzentrationsabhängig die Migration von menschlichen Monozyten (Makrophagenvorläufern) und CD4-positiven Lymphozyten. Und in der Zellkultur wurden glatte Gefäßmuskelzellen ebenfalls konzentrationsabhängig durch die Zugabe von C-Peptid zum Wachstum angeregt.

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