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Frauen mit Brustkrebs hilft Sequenztherapie

BERLIN (grue). Eine adjuvante Sequenztherapie mit Exemestan kann die krankheitsfreie Zeit und die Lebenserwartung von Frauen mit Brustkrebs verlängern. Auf dem US-Krebskongreß ASCO in Atlanta sind neue Daten zu dem Therapieschema vorgestellt worden.

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Frauen in der Postmenopause mit hormonabhängigem Brustkrebs erhalten nach der Op meist fünf Jahre lang Tamoxifen, um Rückfälle zu verhindern. Noch besser gelingt das offenbar mit einer Sequenztherapie. An der IES-Studie (Intergroup Exemestane Study) haben über 4700 Frauen mit operiertem Brustkrebs teilgenommen, die bereits für zwei bis drei Jahre Tamoxifen erhalten hatten.

Sie wurden bei einer Sequenztherapie zwei bis drei Jahre lang mit dem Aromatase-Hemmer Exemestan (Aromasin®) behandelt oder erhielten weiterhin das Standardmedikament Tamoxifen. Nach fünf Jahren wurde die adjuvante Therapie beendet.

Die IES-Studie ist die größte Studie zur Sequenztherapie und hat mit einer Laufzeit von jetzt 4,8 Jahren die längste Nachuntersuchungszeit. Nach Angaben von Professor Olaf Ortmann aus Regensburg bestätigen die kürzlich beim ASCO präsentierten Langzeitdaten die bereits aus Zwischenanalysen bekannte Wirksamkeit von Exemestan. Sie belegten außerdem einen Überlebensvorteil für die Therapie mit dem Aromatasehemmer, so Ortmann auf einer Veranstaltung des Unternehmens Pfizer in Berlin.

Bei der IES-Studie profitierten Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs signifikant von der Sequenztherapie mit Exemestan. In dieser Gruppe war das Rezidivrisiko nach 4,8 Jahren um etwa 25 Prozent geringer als nach fünfjähriger Tamoxifentherapie. Das bedeutet: 3,5 Prozent mehr Frauen waren im Vergleich zur Tamoxifen-Gruppe frei von Rezidiven.

Zudem waren die mit Tamoxifen und Exemestan behandelten Patientinnen auch besser vor kontralateralem Mamma-Ca und Fernmetastasen geschützt. Von 2296 Patientinnen dieser Gruppe starben 210 Frauen, von den 2306 nur mit Tamoxifen behandelten Frauen starben in der Nachuntersuchungszeit 251. Durch die Sequenztherapie hatten Frauen eine um 16 Prozent bessere Überlebenschance.

"Die Daten belegen, daß der verbesserte Rezidivschutz mit Exemestan auch nach Therapieende anhält", sagte Ortmann. Patienten mit Lymphknotenbefall und nach adjuvanter Chemotherapie profitierten von der Sequenztherapie am meisten. Die Therapie sei zudem gut verträglich.

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