Freilaufverbot für Hunde und Katzen in Gebieten mit Vogelgrippe

BERLIN/MÜNCHEN (dpa). In Vogelgrippe-Sperrgebieten müssen Katzen künftig im Haus und Hunde an der Leine bleiben. Darauf hätten sich Bund und Länder gestern in einer Konferenz des Nationalen Krisenstabes für Tierseuchen verständigt, teilte das bayerische Umweltministerium in München mit.

Veröffentlicht:

Wenn Katzen nicht im Haus bleiben und Hunde nicht angeleint seien, drohten Bußgelder. Diese Schutzmaßnahmen gelten bereits in Bayern und Baden-Württemberg für besonders gefährdete Gebiete und sollen jetzt bundesweit auf Vogelgrippe-Sperrzonen ausgedehnt werden.

Ein solche Sperrzone wird im Umkreis von drei Kilometer um eine Stelle errichtet, an der mit dem Vogelgrippe-Virus infizierte Vögel gefunden wurden. In Beobachtungszonen in einem Radius von mindestens zehn Kilometern um die Fundstellen werden die Maßnahmen empfohlen. Damit reagierte der Nationale Krisenstab auf die Vogelgrippe-Infektion einer Katze auf der Insel Rügen. Eine entsprechende Eilverordnung werde jetzt von der Bundesregierung vorbereitet.

Der Halter der infizierten Katze, die mitten im Sperrgebiet nahe der Wittower Fähre im Norden Rügens gefunden worden war, zeigt keine Anzeichen einer Grippe-Erkrankung, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs in Schwerin. Experten riefen Tierhalter zu besonderer Achtsamkeit auf.

Bei Symptomen wie Nasenausfluß und erschwerter Atmung bei Katzen sollten die Besitzer einen Tierarzt aufsuchen, sagte der Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte, Dr. Hans-Joachim Götz, im Bayerischen Rundfunk (BR). Bisher gehe man davon aus, daß infizierte Katzen nicht genügend Viren ausscheiden, um andere Katzen oder auch Menschen anzustecken.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Professor Reinhard Kurth, hält die bisherigen Maßnahmen gegen die Vogelgrippe für ausreichend. Auch auf eine mögliche Grippe-Pandemie sei Deutschland gut vorbereitet.

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Abb. 2: Schneller Wirkeintritt von Naldemedin im Vergleich zu Placebo in den Studien COMPOSE-1 und COMPOSE-2

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [15]

Opioidinduzierte Obstipation

Selektive Hemmung von Darm-Opioidrezeptoren mit PAMORA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Viatris-Gruppe Deutschland (Mylan Germany GmbH), Bad Homburg v. d. Höhe
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Flüssigbiopsie im Test

Pankreaskrebs: Früherkennung in Sicht?

Lesetipps
Virtuelle Checkboxen

© chinnarach / stock.adobe.com

Praxisführung

So profitieren Praxisteams von Qualitätsmanagement