Pankreas

Freispruch für Gliptine und GLP-1-Agonisten

Inkretin-basierte Therapien wurden wiederholt in Zusammenhang mit Pankreaserkrankungen gebracht. Zu Unrecht, so eine Studie.

Veröffentlicht: 26.05.2014, 16:19 Uhr

BERLIN. Die Studie, die von Professor Stephan Martin vom Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum in Düsseldorf vorgestellt wurde, basiert auf Daten von 680 Praxen aus der britischen allgemeinmedizinischen Forschungsdatenbank (BMJ 2014; 348: g2780).

Von Januar 2007 bis März 2013 wurden über 20.000 Diabetes-Patienten, die neue, inkretinbasierte Therapien erhielten, mit gut 50.000 Patienten verglichen, die Sulfonylharnstoffe einnahmen.

Dabei ließen sich hinsichtlich des Auftretens von Pankreatitiden keinerlei statistisch signifikante Unterschiede zwischen beiden Gruppen entdecken, so Martin beim Praxis-Update 2014 in Berlin. In der Gruppe mit inkretinbasierten Therapien lag die Inzidenzrate bei 1,45 pro 1000 Patientenjahre, in der Vergleichsgruppe bei 1,47.

Dies sei ein endgültiger "Freispruch" für inkretinbasierte Therapien hinsichtlich eines möglichen Zusammenhangs mit akuter Pankreatitis.

"Trotzdem ist es wichtig, bei Beschwerden daran zu denken. Denn akute Pankreatitis ist bei DiabetesPatienten generell häufiger als in der Normalbevölkerung", so Martin. (gvg)

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