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Forscher entdecken Ansatzpunkt

Fruchtbar bleiben trotz Chemotherapie?

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FRANKFURT / MAIN. Forscher der Goethe-Uni Frankfurt haben gemeinsam mit Kollegen der Uni Tor Vergata in Rom einen Mechanismus entschlüsselt, der bei Krebspatientinnen unter einer Chemotherapie das vorzeitige Absterben von Eizellen induziert (Nat Struct Mol Biol 2018; online 26. Februar). Eizellen leiten ja bei DNA-Schädigungen den programmierten Zelltod ein, um Gendefekte beim Nachwuchs möglichst gering zu halten.

Die Wissenschaftler um Professor Volker Dötsch stellten fest, dass das Protein p63, das in nicht-geschädigten Eizellen in einer inaktiven Konformation vorliegt, durch die DNA-Schäden während einer Chemotherapie mit Phosphatgruppen modifiziert und in die aktive Konformation überführt wird. Aktives p63 wiederum induziert in den Eizellen Apoptose. Den Forscher gelang es, alle am p63-Aktivierungsmechanismus beteiligten Enzyme zu identifizieren. Als die Wissenschaftler die identifizierten Schlüsselenzyme im Mausmodell durch Inhibitoren blockierten, blieben die Eizellen von weiblichen Tieren unter der Einwirkung von Chemotherapeutika intakt.

Dadurch eröffne die Studie neue Ansätze für eine mögliche Therapie, berichtet die Uni Frankfurt. "Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für die Entwicklung potenzieller Medikamente, die Eizellen während einer Chemotherapie auch im Menschen zu schützen und somit die vorzeitige Einleitung der Wechseljahre unterdrücken sollen", wird Dötsch in der Uni-Mitteilung zitiert. (eb)

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