Früherkennung bei Infektion mit Zytomegalievirus

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Zytomegalieviren (CMV) gehören zur Familie der Herpesviren. Beim Menschen sind bisher acht Herpesvirustypen identifiziert worden, wobei das Humane Herpesvirus 5 (HHV 5) auch als Zytomegalievirus (CMV) bezeichnet wird. Wie andere Herpesviren auch persistiert das CMV im Körper des Infizierten und kann etwa durch Schwangerschaft, Stress sowie eine medikamenten- oder krankheitsbedingte Immunschwäche reaktiviert werden.

Die Erstinfektion mit Zytomegalieviren verläuft bei gesunden Erwachsenen nahezu symptomlos. Eine Erstinfektion bei Schwangeren ist in Deutschland die häufigste Ursache für pränatale Virusinfektionen: Etwa ein Prozent der Neugeborenen ist betroffen. Jedes zehnte Kind davon hat Symptome. Möglich sind zerebrale Symptome mit Hydrozephalus, Chorioretinitis, Mikrozephalie oder viszerale Symptome mit Ikterus, Anämie und Thrombozytopenie. Möglich sind auch Spätfolgen wie Hörschäden oder neurologische Störungen.

Auf eine CMV-Erstinfektion oder eine Reaktivierung reagiert der Körper mit der Bildung von IgG- und IgM-Antikörpern. Für den direkten Erreger-Nachweis hat sich in der Routinediagnostik die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) etabliert. Aus den Probenmaterialien wird Nukleinsäure isoliert und mithilfe der PCR amplifiziert. Dadurch ist ein spezifischer, sensitiver und quantitativer Nachweis der CMV-DNA möglich.

Die molekulardiagnostische CMV-Bestimmung mit PCR ist derzeit nicht im EBM enthalten. Sie kann privatärztlich nach den GOÄ Ziffern 4780, 4783 und 4785 (113,96 Euro zum 1,15-fachen Satz) abgerechnet werden.

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