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Ernährung

Frühstück zu Hause hält das Herz von Kindern gesund

Wie wichtig das tägliche Frühstück für ein gesundes Herz bei Kindern ist, zeigt eine Studie, die Daten von 8500 Kindern aus acht europäischen Ländern ausgewertet hat.

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Frühstück zu Hause hält das Herz von Kindern gesund.

Frühstück zu Hause hält das Herz von Kindern gesund.

© mbt_studio/Fotolia.com

BREMEN. Eine neue Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen schon in der Kindheit. Demnach ist das tägliche Frühstück zu Hause wichtig für ein gesundes Herz.

Die Studie basiert auf Daten von Kindern aus acht europäischen Ländern, die am EU-Projekt IDEFICS ( Identification and prevention of Dietary- and lifestyle-induced health EFfects In Children and infantS) teilgenommen hatten (European Journal of Clinical Nutrition. 2014; 68(7): 829-34).

Eltern füllen Fragebogen aus

Über 8500 Kinder von zwei bis neun Jahren waren bei der Studie eingebunden, wie das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS in Bremen mitteilt.

Um Informationen zu ihren Frühstücksgewohnheiten zu erhalten, füllten ihre Eltern einen Fragebogen aus.

Wichtig war insbesondere die Frage, wie häufig die Kinder zu Hause frühstückten. Die Ergebnisse zeigen: 79,8 Prozent der älteren Kinder von sechs bis zehn Jahren nehmen ihr Frühstück täglich zu Hause ein; diese Zahl liegt bei jüngeren Kindern bei 70,2 Prozent.

Die Untersuchungen lassen weiterhin erkennen: Jungen im Schulalter, die nicht täglich zu Hause frühstücken, haben ein höheres Risiko für hohe Blutfettwerte und einen niedrigen Spiegel an schützendem Cholesterin (HDL-Cholesterin).

Mädchen im Schulalter haben zusätzlich ein höheres Risiko für ein besonders ungünstiges Verhältnis von Blutfetten zu schützendem Cholesterin im Vergleich zu denjenigen, die täglich frühstücken.

Bei der Auswertung der Daten haben die Wissenschaftler auch wichtige andere Einflussfaktoren wie körperliche Aktivität berücksichtigt, die mit einem Bewegungsmesser (Accelerometer) erfasst wurden.

Zuhause-Frühstücker bewegen sich mehr

Auch weisen die Zahlen darauf hin, dass Kinder, die seltener zu Hause frühstücken, sich weniger bewegen als Kinder mit einem täglichen Frühstück zu Hause. Letztere profitieren, so die Annahme, tagsüber von der Energie, die sie durch das Frühstück erhalten.

Tägliches Frühstücken helfe den Kindern, das Gewicht im Rahmen zu halten und körperlich aktiv zu sein. Auch die Blutfette, die ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen anzeigen, werden durch das tägliche Frühstück reguliert."

Die Ernährungsgewohnheiten, auch beim Frühstück, werden im EU-Projekt I.Family - dem Folgeprojekt der IDEFICS-Studie - weiter erforscht.

Die IDEFICS-Kinder sind mittlerweile ins Teenageralter gekommen. Bei der I.Family-Studie sind sie als Probanden wieder mit dabei, auch ihre Geschwister und Eltern sind zur Teilnahme eingeladen.

In der Studie soll unter anderem untersucht werden: Welche Trends bestehen beim Ernährungsverhalten? Welche Faktoren bestimmen darüber, welche Nahrungsmittel die Jugendlichen wählen?

 Ist es vor allem die Familie oder das weitere soziale Umfeld? Welche Hindernisse halten Jugendliche davon ab, zu gesunden Lebensmitteln zu greifen?

Die Wissenschaftler möchten herausfinden, ob diese Einflussfaktoren das Risiko für Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Auch analysieren sie den Zusammenhang zwischen dem Frühstücksverhalten der Eltern und den Gewohnheiten ihrer Kinder. (eb)

Weitere Informationen gibt es auf der Website zur IDEFICS-Studie: www.ideficsstudy.eu sowie auf der Website zur I.Family-Studie: www.ifamily.eu

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