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Gefälschte Klon-Publikation: Mitautor entlastet

PITTSBURGH (ple). Eine Untersuchungskommission der Universität von Pittsburgh in Philadelphia hat den Stammzellforscher Dr. Gerald Schatten von dem Vorwurf freigesprochen, an Fälschungen des Klonforschers Dr. Woo Suk Hwang aus Seoul beteiligt gewesen zu sein.

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Schatten ist einer der Autoren jener Hwang-Publikation, die als Fälschung entlarvt und dann von den Autoren zurückgezogen worden war (Science 308, 2005, 1777). Hwang und die Mitautoren hatten in der Publikation behauptet, patientenspezifische embryonale Stammzellen durch Klonen hergestellt zu haben (die "Ärzte Zeitung" berichtete).

Die Untersuchungskommission der Pittsburgh-Uni kommt zu dem Schluß, daß Schatten nicht vorsätzlich Daten gefälscht oder erfunden hat. Es gebe kein Beleg dafür, daß der Gynäkologe von den Fälschungen des Südkoreaners gewußt hat. Die Kommission hält dem US-Forscher zugute, aufgedeckt zu haben, daß es in Hwangs Labor eine Eispenderin für die Klonversuche gab, was Hwang wenige Tage vor Schattens Hinweis darauf noch bestritten hatte.

Schließlich gab Schatten den entscheidenden Hinweis auf Unregelmäßigkeiten in Hwangs Publikation: daß nämlich eine in der Veröffentlichung genannte Stammzell-Linie gar nicht existiert. Das teilte Schatten "Science" umgehend mit und bat zunächst darum, von der Autorenliste der Publikation gestrichen zu werden. Schließlich einigten sich alle beteiligten Forscher, diese Publikation zurückzuziehen.

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