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Hwang hat alle Stammzelldaten gefälscht

SEOUL (ple). Der südkoreanische Forscher Dr. Woo Suk Hwang hat beide Publikationen, in denen es um die Herstellung von Stammzellen durch Klonen geht, gefälscht. Dies geht aus einem Abschlußbericht hervor, den eine Untersuchungskommission der Nationalen Universität in Seoul gestern vorgelegt hat.

Veröffentlicht:

Die Manipulationen der Daten in den beiden Publikationen in "Science" (303, 2004, 1669 sowie 308, 2005, 1777) seien Betrug an der Forschergemeinschaft und der Öffentlichkeit, heißt es in dem Bericht, der auf einer Pressekonferenz an der Universität Seoul vorgestellt wurde.

Danach ist es Hwang nie gelungen, wie er behauptet, erstmals durch Klonen humane embryonale Stammzellen herzustellen und darüber hinaus solche Zellen mit Hilfe von patienteneigenen Zellen zu erzeugen. Die Kommission hat die Fälschungen durch DNA-Vergleich aufgedeckt.

Genetische Untersuchungen haben allerdings bestätigt, daß Hwang tatsächlich, wie publiziert, erstmals einen Hund geklont hat (Nature 436, 2005, 641).

Wie die Tageszeitung "Korean Times" berichtet, wird die Staatsanwaltschaft in Seoul den ehemaligen Nationalheld noch in dieser Woche zu den Fälschungen befragen.

Infos zum Fall Hwang unter http://www.sciencemag.org/sciext/hwang2005/

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Zurück bleibt Enttäuschung

Lesen Sie dazu auch: Wie der koreanische Stammzellforscher Hwang vom Wissenschafts-Thron gestoßen wurde

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