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Genveränderte Leberzellen senken Glukosespiegel

TEL-HASHOMER (mut). Typ-1-Diabetiker könnten vielleicht bald das nötige Insulin in ihrer Leber produzieren: Israelischen Forschern ist es gelungen, menschliche Leberzellen in Insulin-produzierende Zellen umzuwandeln und damit erfolgreich Mäuse mit Diabetes zu behandeln.

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Das Verfahren legt den Grundstein für eine Zelltherapie von Typ-1-Diabetikern mit eigenen Zellen, und zwar ohne daß es zu Abstoßungsreaktionen kommt. Das Problem bisher: Es ist inzwischen zwar möglich, schwer kranken Typ-1-Diabetikern Inselzellen von toten oder lebenden Spendern zu übertragen (wir berichteten), doch benötigen die Empfänger lebenslang eine intensive immunsuppressive Therapie. Zudem sind meist mehrere Spender nötig, um eine ausreichende Zellzahl für einen Patienten zu liefern.

In der Studie, die jetzt vorab in der Online-Ausgabe der Zeitschrift PNAS veröffentlicht wurde, haben die Forscher um Dr. Sarah Ferber vom Chaim-Sheba-Klinikum in Tel-Hashomer menschliche Leberzellen von Lebertransplantaten isoliert und in Zellkultur mit speziellen Adenoviren infiziert.

Die Viren übertrugen das menschliche Gen Pdx-1 (pancreatic and duodenal homeobox gene-1). Pdx-1 steuert unter anderem die Entwicklung des Pankreas. Unter dem Einfluß des Gens entwickelten sich die Zellen quasi zu Pankreas-Zellen und produzierten Insulin.

Solche umgewandelten Zellen übertrugen die Forscher Mäusen mit Diabetes unter die Nierenkapsel. Die Blutzuckerwerte sanken darauf von im Schnitt 400 mg/dl auf 200 mg/dl. Das war zwar immer noch doppelt so hoch wie bei normoglykämischen Mäusen, doch hoffen die Forscher, mit einer höheren Zellzahl den Blutzuckerspiegel zu normalisieren und die Mäuse komplett zu heilen.

Die implantierten Zellen steuerten ihre Insulinproduktion blutzuckerabhängig - auch noch nach einer Beobachtungszeit von 60 Tagen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Vom falschen Dogma zur Therapie

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