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Schmerztherapie

Gesellschaft fordert Qualitätsindikatoren

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MANNHEIM. Der Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, Professor Michael Schäfer, appelliert in einer Mitteilung zum Deutschen Schmerzkongress an die Gesundheitspolitik, einen "Schmerzindikator" in allen Kliniken verpflichtend einzuführen.

"Gute und schlechte Qualität muss endlich systematisch in den Einrichtungen des Gesundheitswesens erhoben werden, und zwar auch zum Thema Schmerz", so Schäfer. Dabei können Gesundheitspolitik, Klinikträger, Krankenkassen und interessierte Einrichtungen auf erfolgreich entwickelte Instrumente zurückgreifen.

Beim Thema postoperative Schmerzen habe beispielsweise das Projekt "Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie (QUIPS)" bewiesen, dass ein Qualitätsvergleich möglich und sinnvoll ist. Entwickelt und durchgeführt wurde es unter Federführung von Professor Winfried Meissner, Leiter der Schmerztherapie am Universitätsklinikum Jena und Präsidiumsmitglied der Deutschen Schmerzgesellschaft.

QUIPS ist ein multizentrisches, interdisziplinäres Benchmark-Projekt. Die beteiligten Krankenhäuser erfassen kontinuierlich patientenbezogene Daten bezüglich Schmerzeinschätzung und -intensität sowie ein paar weitere standardisierte Parameter.

So können sich teilnehmende Kliniken in Hinblick auf die Qualität ihrer Schmerzversorgung vergleichen und sehen, wo sie beim Thema Schmerz stehen, heißt es in der Mitteilung. Erst dieser Vergleich erlaube es, zu lernen, was die einen noch besser machen können und was bei den anderen vielleicht schon lang "State of the Art" ist.

Dieses qualitätsorientierte Benchmarkingprojekt gibt wichtige Hinweise auf Prozess-, Prozedur- und auch Ergebnisqualität. Allerdings haben sich bisher bei weitem nicht alle Kliniken beteiligt. 217 mitwirkende Krankenhäuser sammelten eine gute Basis von bis heute immerhin 446.967 Datensätze.

Professor Schäfer merkt an: "Im Vergleich zur Gesamtheit aller Krankenhäuser in Deutschland – das sind derzeit insgesamt fast 2000 – wird damit bislang allerdings nur ein recht überschaubarer Prozentsatz erreicht.

"Um zusammen mit niedergelassenen Schmerzexperten und multimodalen Schmerzzentren Qualität zu erfassen, hat die Deutsche Schmerzgesellschaft in den letzten Jahren ein Register aufgebaut. Mithilfe der "KErnDOkumentation und Qualitätssicherung (KEDOQ-Schmerz)" ist es möglich, dass sich schmerztherapeutische Einrichtungen, die Patienten mit (chronischen) Schmerzen ambulant, teilstationär oder stationär versorgen, systematisch vergleichen und damit ihre eigene Qualität sichern beziehungsweise fortentwickeln.

"KEDOQ-Schmerz" sollte verpflichtender Bestandteil der Vor-Ort-Versorgung werden, fordert die Deutsche Schmerzgesellschaft in der Mitteilung. (eb)

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