Direkt zum Inhaltsbereich

Gesund leben plus Screening - die Formel gegen Darmkrebs

Veröffentlicht:
Wer raucht, geht unter anderem das Risiko ein, krankheitsfreie Jahre zu verschenken - Jahre frei von Darmkrebs.

Wer raucht, geht unter anderem das Risiko ein, krankheitsfreie Jahre zu verschenken - Jahre frei von Darmkrebs.

© Foto: dpa

NEU-ISENBURG (ars). Prävention ist ein wichtiges Thema, etwa im Darmkrebsmonat März. Gesichert ist der Nutzen von Stuhltests und Vorsorge-Koloskopien. Wenn Patienten noch mehr tun wollen, empfiehlt sich ein gesunder Lebensstil mit Rauchverzicht.

Zigarettenkonsum beschleunigt einer US-Studie zufolge die Manifestation von Darmkrebs: Raucher waren bei der Diagnose im Durchschnitt erst 57 Jahre alt, Nichtraucher dagegen 64 Jahre (J Cancer Res Clin Oncol online).

Eine ähnliche Differenz ergab sich zwischen Passivrauchern und jenen, die nie dem Qualm anderer ausgesetzt waren. Auch das Einstiegsalter und die Zahl der gerauchten Zigaretten erwiesen sich als bedeutsam. Die Autoren raten, Vorsorge-Checks für Raucher um fünf bis zehn Jahre vorzuverlegen.

"Die Ergebnisse bestätigen, wie richtig es ist, Rauchen an öffentlichen Orten zu verbieten", sagte Professor Jürgen Riemann aus Ludwigshafen zur "Ärzte Zeitung". Er plädiert dafür, den Beginn der Darmkrebs-Vorsorge je nach Risiko zu staffeln, also nicht nur Raucher zeitiger zu untersuchen, sondern etwa auch Männer, die ja früher erkranken als Frauen.

Derzeit zahlen die Kassen einmal jährlich vom 50. bis zum 54. Lebensjahr Stuhltests. Danach und wieder zehn Jahre später übernehmen sie die Kosten für je eine Koloskopie.

Zusätzlich können die Patienten selbst einiges dazu beitragen, um ihr Darmkrebsrisiko zu senken: täglich mindestens dreißig Minuten flott gehen, einen BMI unter 25 beibehalten oder abnehmen, den Verzehr von rotem Fleisch einschränken, weniger als 30 Gramm Alkohol täglich trinken, genug Kalzium zu sich nehmen.

Weitere Berichte zum Darmkrebsmonat März erhalten Sie hier »

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Präexpositionsprophylaxe

HIV-PrEP: Diese Möglichkeiten gibt es

Barrieren abbauen

Menschen mit Behinderung in der Praxis: Kleine Stellschrauben, große Wirkung

Lesetipps
Viren schweben über Kot.

© Shawon / Generated with AI / Stock.adobe.com

Heimische Zoonosen

Wie Sie eine Hantavirus-Infektion erkennen