Adipositas

Gewichtsreduktion ist auch im MRT sichtbar

BERLIN (gvg). Wer eine Methode sucht, um den Erfolg von Lifestyle-Interventionen zu veranschaulichen, wird bei der Magnetresonanztomographie (MRT) fündig. Sie liefert präzise Aussagen zur Fettverteilung im Körper.

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An der Universitätsklinik Tübingen wurden in der TULIP-Studie (Tübinger Lebensstil-Interventions-Programm) 130 Patienten mit erhöhtem Diabetes-Risiko vor und nach einer Lebensstil-Intervention mit der MRT untersucht. Ziel der Intervention war die Reduktion des Körpergewichts um fünf Prozent durch Verringerung des Fettanteils in der Nahrung auf unter 30 Prozent der Gesamtkalorien. Gesättigte Fettsäuren durften nicht mehr als zehn Prozent der aufgenommen Kalorien ausmachen. Außerdem waren mindestens vier Stunden Sport pro Woche vorgeschrieben.

      Die Methode könnte als IGeL interessant sein.
   

Der Fettgehalt in den unterschiedlichen Körperregionen wurde mittels Ganzkörper-MRT in Bauchlage und MRT-Spektroskopie der Leber quantifiziert. "Wir konnten zeigen, daß bei den Patienten, die ihr Gewicht durch die Intervention reduzieren konnten, vor allem der viszerale und der hepatische Anteil des Körperfetts abgenommen hat", sagte Studienleiter Dr. Jürgen Machann auf dem Deutschen Röntgenkongreß in Berlin. Die beiden Fettkompartimente gelten als besonders problematisch beim Entstehen der Insulinresistenz.

Bei den 100 Patienten, die ihr Gewicht durch das Interventionsprogramm reduzieren konnten, verringerte sich das Gesamtfett nach sechs bis neun Monaten im Mittel um 3,7 Liter. 0,8 Liter davon waren abdominell-viszerales und 1,5 Liter abdominell-subkutanes Fett. Weitere 1,4 Liter entfielen auf das subkutane Fettgewebe der Extremitäten. Die in Tübingen verwendete Software kann den Fettverlust anhand eines Diagramms darstellen. Dabei werden veränderte Konturen in den Körperregionen abgebildet, deren Fettgehalt sich verringert hat.

In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, daß die Untersuchung mit Magnetresonanztomographie bei kardiovaskulären Risikopatienten künftig ein interessantes IGeL-Angebot sein könnte.

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