Bluthochdruck

Gibt es in 20 Jahren 1,6 Milliarden Hypertoniker?

NEU-ISENBURG (hub). Bis 2025 kann die Zahl von Menschen mit Bluthochdruck weltweit um 60 Prozent zunehmen. Zu diesem Schluss kommt ein beim EU-Parlament herausgegebener Bericht. Die Autoren fordern auf, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

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Auf drei Säulen stehen die vorgeschlagenen Maßnahmen: verstärkte Aufklärung, mehr Forschung zu den Ursachen von Bluthochdruck und bessere medizinische Versorgung. Öffentliche Kampagnen sollen vor allem auf eine Änderung des Lebensstils zielen. Dazu gehören gesunde und salzarme Ernährung, Bewegung und Gewichtsreduktion sowie der Verzicht aufs Rauchen. Gleichzeitig werden eine aggressivere Strategie zur Blutdruckeinstellung und eine bessere Kontrolle gefordert.

Bereits heute sei ein Viertel der erwachsenen Weltbevölkerung von Bluthochdruck betroffen. Ohne die Maßnahmen werde die Zahl von derzeit einer Milliarde Hypertonikern in 20 Jahren auf etwa 1,6 Milliarden steigen. Kardiovaskuläre Todesfälle würden deutlich zunehmen, heißt es in dem Bericht, der von zwölf internationalen Fachgesellschaften unterstützt wird, darunter die World Hypertension League. In dem Bericht "High Blood Pressure and Health Policy" wird gewarnt, dass ohne entsprechende Maßnahmen Menschen und die Gesundheitssysteme unnötig hohen Risiken ausgesetzt würden.

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