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Gratis-Datenbank für zugelassene Kinder-Arzneien

MAINZ (ner). Kinder werden oft mit Medikamenten behandelt, die für sie nicht zugelassen sind. Das kann aber auch daran liegen, daß den Ärzten gar nicht bekannt ist, ob Arzneimittel der benötigten Indikation mit Zulassung für die Behandlung von Kindern verfügbar sind. Abhilfe bringt jetzt eine Online-Datenbank, die die gemeinnützige Hexal-Initiative Kinderarzneimittel mit Unterstützung der meisten Arzneimittelhersteller entwickelt hat. Das Angebot ist kostenlos.

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Mit der Kinderarzneimittel-Datenbank ZAK® (Zugelassene Arzneimittel für Kinder) wird erstmals die gezielte Suche nach einem zugelassenen Arzneimittel für Kinder mit bestimmten Merkmalen möglich. Die Wirkstoffe und Präparate seien nach sechs pädiatrischen Altersgruppen zwischen null und 16 Jahren geordnet, sagte Dr. Petra Schoettler, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Initiative, bei einer Pressekonferenz in Mainz. Der Zugang erfolge über ein DocCheck-Paßwort.

Möglich wird das Projekt durch die Zuarbeit vieler Hersteller, die ihre Fachinformationen zur Verfügung stellen und regelmäßig aktualisieren. In den Fachinformationen werden jene Angaben, die die Kinder betreffen, gelb unterlegt. Die Datenbank soll permanent erweitert werden.

Die bislang ungenügende Transparenz der Informationen habe dazu geführt, daß viele Kinder mit nicht zugelassenen Arzneimitteln behandelt würden, obwohl es zugelassene Alternativen gäbe, sagte der Kinderkardiologe Dr. Martin Hulpke-Wette aus Göttingen. Er bezeichnete die Datenbank als "klaren Zugewinn für die Arzneimittelsicherheit". Damit könne rasch recherchiert werden, welche Medikamente für eine Indikation zugelassen sind, für welche Altersgruppen, in welcher Dosierung und mit welchen Einschränkungen.

Die Hexal-Initiative fördert zudem Forschungsprojekte, etwa die erste systematische Studie zu Rezepturarzneimitteln, an der bundesweit 40 Kliniken mit pädiatrischen Abteilungen teilnehmen. Dabei sind 12 710 Rezepturarzneimittel erfaßt worden.

Unter anderem stellte sich heraus, daß die verordneten Einzel- und Tagesdosen zum Teil erheblich von Empfehlungen in pädiatrischen Dosis-Tabellen abwichen. Dies wurde als Indiz für mangelnde Kenntnisse über die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Rezepturarzneimitteln gewertet.

Adresse im Internet: www.zak-kinderarzneimittel.de

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