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Grippeimpfung hat vielen Senioren das Leben gerettet

BERLIN (gvg). Die Grippeimpfung hat in Deutschland von 2001 bis 2007 etwa 5300 Senioren das Leben gerettet. Diese Zahlen einer Hochrechnung präsentierte das Robert-KochInstitut (RKI) in Berlin.

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Mit einem kleinen Pieks kommt der Grippeschutz.

Mit einem kleinen Pieks kommt der Grippeschutz.

© Foto: dpa

"Hätten wir das WHO-Ziel einer Impfrate von 75 Prozent bei den über 60-Jährigen seit 2001 erreicht, dann wären in dieser Altersgruppe weitere 2800 grippebedingte Todesfälle verhindert worden", sagte Dr. Udo Buchholz vom RKI. Deutschland liegt seit Jahren bei einer Impfrate von etwas über 50 Prozent. Andere westeuropäische Länder kämen auf Raten von 60 bis 70 Prozent, so Buchholz bei der Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI).

Für ihre Hochrechnung haben die RKI-Experten angenommen, dass 90 Prozent der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Influenza-Erkrankung bei Menschen über 60 auftreten. Außerdem wurde angenommen, dass die Impfung eine 30-prozentige Wirksamkeit bei der Verhinderung tödlicher Grippeverläufe hat. "Das ist eine konservative Annahme", so Buchholz.

Die errechnete Zahl verhinderter Todesfälle sei deswegen auch dann realistisch, wenn die Schutzwirkung der Impfung etwas geringer sein sollte als bisher angenommen. Insgesamt seien die epidemiologischen Erhebungen zur Grippeimpfung, in denen unter anderem eine unerwartet geringe Schutzwirkung vor ambulant erworbenen Pneumonien gezeigt wurde, schwer zu interpretieren, so die in Berlin versammelten Experten unisono. Möglich sei ein "healthy user"-Effekt, wonach sich eher gesunde und gesundheitlich engagierte Menschen impfen lassen, was die Schutzwirkung unrealistisch niedrig erscheinen lässt.

Zweifelsfrei nachgewiesen sei das aber nicht, so Buchholz.Die Effektivität der Influenzaimpfung hänge auch davon ab, wie gut der Impfstoff und die tatsächlich zirkulierenden Influenzaviren übereinstimmten, erinnerte Professor Tom Schaberg aus Rotenburg. Schaberg wies darauf hin, dass die Schutzrate der Impfung daher saisonal variiert.

Das könne in retrospektiven Erhebungen über mehrere Jahre kaum berücksichtigt werden. Dass konsequent weiter geimpft werden sollte, darin waren sich jedenfalls alle einig. "Wenn wir bis 2010 eine 75-prozentige Impfrate bei den über 60-Jährigen erreichen wollen, haben wir noch Arbeit vor uns", so Buchholz.

Antworten auf Fragen zu Impfungen gibt's im Internet bei unserer Hotline Impfen!

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Grippeimpfung über 60? Ja sicher!

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