Kardiomyopathien

Großes Register mit Patienten gestartet

Daten von mehr als 2300 Patienten sollen in einem Register gesammelt werden - als Grundstock für Studien zu Diagnostik und Therapie chronischer Herzerkrankungen.

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HEIDELBERG. Ein neues Projekt soll die Versorgung der rund zwei Millionen Menschen mit Herzleiden in Deutschland verbessern. Die Universitätskliniken Heidelberg und Greifswald haben am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung DZHK ein multizentrisches Patientenregister für Kardiomyopathien gestartet: Translational Registry for Cardiomyopathies - TORCH.

Ziel sei, mehr Informationen zu Risikofaktoren, Ursachen und Verlauf angeborener und erworbener Erkrankungen des Herzmuskels zu gewinnen, wie die Uniklinik Heidelberg mitteilt.

In den nächsten zwei Jahren werden krankheitsbezogene Daten und Gewebeproben von mehr als 2300 Patienten aus ganz Deutschland gesammelt und ausgewertet. Das weltweit einmalige Kooperationsprojekt wird über das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Im neuen Register "TORCH" sollen sämtliche Erkrankungen des Herzmuskels erfasst werden, die nicht mit Durchblutungsstörungen - wie bei der Koronaren Herzerkrankung - zusammenhängen. Behandlungszentren aus ganz Deutschland steuern Daten bei, unter anderem Messwerte, molekulare Marker, wichtige Begleiterkrankungen, Therapien, Ansprechen auf die Behandlung sowie soziodemographische Informationen wie das Alter.

Gewebe- und Blutproben werden in der modernen Biobank des 2014 eröffneten Analysezentrums III am Universitätsklinikum Heidelberg aufbewahrt.

Die Sammlung dient als Ausgangspunkt für klinische Studien, für die Erforschung der genetischen und molekularen Ursachen sowie der Krankheitsmechanismen. Außer den 14 Unikliniken der sieben DZHK-Standorte werden weitere Kliniken Patientendaten in das Register einschleusen.

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