Herpes

Gürtelrose: Getriggert durch viele Krankheiten und Alter

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Typisches Bild einer Gürtelrose im Segment Th4/5.

Typisches Bild einer Gürtelrose im Segment Th4/5.

© Prof. Dr. med. H. S. Füeßl

OSAKA (hub). Stress, Traumata, fortgeschrittenes Alter und Immunsuppression sind Risiken für eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus (VZV) und damit für eine Gürtelrose. Welche Erkrankungen mit einem erhöhten Zoster-Risiko verbunden sind, haben jetzt Forscher aus Japan untersucht (Infection 2011; online 29. Juli).

Ausgewertet wurden Daten von fast 56.000 Patienten mit 17 Grunderkrankungen. 769 dieser Patienten entwickelten im Zeitraum von sieben Jahren einen Herpes zoster. Das Zosterrisiko war - im Vergleich zu Patienten ohne einer dieser 17 Grunderkrankungen - um das Zwei- bis Achtfache erhöht.

Krebserkrankungen führten zu einem höheren Zosterrisiko, etwa Brustkrebs um das 2,4-Fache, Ösophaguskrebs um das Vierfache, Lymphome um das Achtfache. Aber auch Nicht-Tumorerkrankungen erhöhen das Risiko einer VZV-Reaktivierung, darunter Hypertonie (Faktor 2), Niereninsuffizienz (Faktor 2), Diabetes mellitus (Faktor 2,4).

Ähnliches gilt für Autoimmunerkrankungen: Patienten mit Rheumatoider Arthritis hatten doppelt so häufig einen Herpes zoster, und jene mit systemischem Lupus erythematodes sogar viermal so häufig.

In den USA wird bereits seit längerem diskutiert, wegen des Zosterrisikos Diabetiker und Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gegen Zoster zu impfen.

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