Hausärzte haben jetzt gute Chancen, Demenz früh zu diagnostizieren

BERLIN (mal). Hausärzte haben heute bessere Chancen als je zuvor, eine Demenz früh zu diagnostizieren und so auch früh eine spezifische Therapie einzuleiten, sagt Privatdozent Dr. Hans Gutzmann, Gerontopsychiater in Berlin. Denn Patienten mit Gedächtnisstörungen suchten heute früher und öfter Hilfe beim Arzt.

Veröffentlicht:

Daß Patienten mit beginnender Demenz kognitive Störungen regelmäßig leugnen und damit die Diagnostik verzögern und erschweren, sei heute im Vergleich zum Beispiel zur Situation vor zehn Jahren deutlich seltener der Fall, so Gutzmann zur "Ärzte Zeitung". Auch die wiederholten Aufklärungskampagnen zur Alzheimer’schen Erkrankung in den vergangenen Jahren hätten hier einen wichtigen Beitrag geleistet.

Im Vergleich zur Situation bei Fachkollegen werde die Furcht, an Alzheimer zu erkranken, bei Hausärzten aber meist nicht als eigentlicher Grund des Arztbesuchs angegeben. Bei Hausärzten seien eher kurz eingeschobene Bemerkungen typisch wie "... und dann läßt wohl auch mein Gedächtnis wohl nach, Herr Doktor". So würden von Hausärzten deutlich mehr Aufmerksamkeit und Spürsinn gefordert, um den Verdacht auf eine Demenz zu bekommen.

Nach den Erfahrungen von Gutzmann haben Patienten mit Gedächtnis-Problemen gegen Kurztests, die zur Demenz-Frühdiagnostik entwickelt worden sind, oft keine Vorbehalte. Leider wendeten bisher aber nur etwa zehn bis 15 Prozent der hausärztlich tätigen Kollegen die nur wenige Minuten dauernden und abrechenbaren Tests an.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Daten aus der Framingham Heart Study

Schädel-Hirn-Traumata wohl mit erhöhter Demenzsterblichkeit assoziiert

„Demenz-Uhr“ erstellt

Bluttest könnte Alzheimerbeginn vorhersagen

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neue Empfehlung

Zwei Biomarker werden bei Asthma zum Standard

Tipps zur Übergabe

Verkauf geplant? So steigern Sie den Wert Ihrer Praxis

SHIP-Studie

Risikoadaptiert auf Prostatakrebs screenen – geht das?

Lesetipps
Eine Ärztin zeigt einer Patientin eine Kanüle.

© Angelov / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

Vierte Säule

Diese Impfungen sind wichtig für die kardiovaskuläre Prävention