Impfen

Hausärzte sind Vorbild beim Influenza-Schutz

BERLIN (HL). Hausärzte haben die entscheidende Rolle zur Motivation ihrer Risikopatienten für die Influenza-Impfung. Und sie sollten in den kommenden Wochen damit starten.

Veröffentlicht:

Das empfehlen das Robert-Koch-Institut (RKI), die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Professor Joachim Szecsenyi, Allgemeinarzt an der Uni Heidelberg. Sie sind in der Arbeitsgemeinschaft Influenza zusammengeschlossen, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Impfraten für Risikogruppen zu steigern.

Die Impfrate ist, wie in Repräsentativumfragen ermittelt wurde, in der Saison 2006/2007 gesunken: bei den über 60jährigen von 59 auf 48 Prozent, bei chronisch Kranken von 52 auf 41 Prozent und bei medizinischem Personal von 27 auf 22 Prozent. Bei den Mitarbeitern im Gesundheitswesen ist die Impfrate allerdings nicht durchgängig schlecht.

Eine Vorbildrolle haben Hausärzte, so Dr. Monika von dem Knesebeck von der BZgA: Sie selbst waren in der Saison 2006/07 zu 73 Prozent geimpft; ihre Mitarbeiter haben 56 Prozent der Ärzte vollständig und 28 Prozent teilweise geimpft. Die Hausärzte werden dabei mit Infomaterial von der BZgA unterstützt. In diesem Jahr will die BZgA, wie sie in Berlin ankündigte, zusätzlich Kliniken und Pflegeeinrichtungen zur Impfung ihrer Mitarbeiter motivieren. Wesentliche Hemmnisse sind hier eine impfkritische Einstellung (Klinik: 68 Prozent; Pflege: 72 Prozent) und mangelndes Bewusstsein für Fremdschutz (Klinik: 65 Prozent; Pflege: 51 Prozent).

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Grippeschutz ist weiter ausbaufähig

Lesen Sie dazu auch: 2,7 Millionen litten unter der Grippewelle

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Claudia Vollbracht, Humanbiologin und medizinische Wissenschaftlerin beim Unternehmen Pascoe

© [M] Privat; Levan / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie Vitamin-C-Infusionen bei COVID-19 helfen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Infusionen bei Long-COVID

Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
In vielen Einrichtungen längst gefordert, das Einhalten der 3G-Regel. MEDI setzt sich dafür ein, dass auch Arztpraxen außerhalb von Notfällen die 3G-Regel anwenden können, in vielen Kliniken sei dies schon üblich.

© Sebastian Gollnow / dpa

Corona-Pandemie

MEDI fordert 3G in der Arztpraxis

Medizinstudent Heiner Averbeck.

© Porträt: Lukas Zähring | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag“-Podcast

Haben Sie nach Ihrem Medizinstudium noch Lust auf Arzt, Herr Averbeck?

Impfung gegen Corona: Aufgrund aktueller Studiendaten rät das Kompetenznetz MS (KKNMS) bei allen MS-Patienten unabhängig von ihrer Immuntherapie zu einer COVID-19-Impfung.

© fotoak80 / stock.adobe.com

Aktuelle Studien

Corona-Impfung für Patienten mit Multipler Sklerose sicher