Dermatologenmangel

Hautärztliches Konsil in Sachsen: KV gibt Einzelheiten zum Programm bekannt

Hausarztpraxen in Ostsachsen können ab sofort digitale Beratung bei Dermatologen in Anspruch nehmen. Dafür werden sie mit entsprechender Software ausgestattet.

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Oderwitz. Mit einem telemedizinischen Programm will die KV Sachsen die dermatologische Versorgung im östlichen Teil ihres Bundesland sicherstellen. Am Freitag hat die KV nun Einzelheiten zu dem Projekt bekannt gegeben: Demnach können Hausarztpraxen digitale Beratungen bei einem ortsunabhängig tätigen Dermatologen in Anspruch nehmen. Dafür würden sie mit der notwendigen Hard- und Software ausgestattet.

Die teilnehmende Praxen sollen nach Informationen der Ärzte Zeitung als zusätzliche Vergütung 15 Euro je weiterbehandeltem Patienten erhalten. Bei den Hautärzten liegt der Zuschlag ebenfalls bei 15 Euro.

Entlastung der Hausärzte in der Region

„Mit Hilfe des dermatologischen Telekonsils unterstützen und entlasten wir die Hausärzte vor Ort und die Dermatologinnen und Dermatologen in den angrenzenden Regionen“, sagte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD). „Wir reduzieren dabei gleichzeitig die Wartezeiten für die Patientinnen und Patienten und verbessern deren Zugang zur dermatologischen Versorgung.“

Derzeit nähmen 31 Ärzte aus 22 Hausarztpraxen aus der Region Löbau-Zittau an dem Projekt teil, sagte Dr. Klaus Heckemann, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen. „Darüber hinaus konnten wir acht dermatologische Praxen als fachärztliche Ansprechpartner gewinnen und hoffen hier noch auf weitere Teilnehmer.“

Angebot zur Anstellung

Am Donnerstag hatte die KV Sachsen darüber informiert, dass sie Hautärzten in der Region Löbau-Zittau die Möglichkeit anbiete, als angestellter Arzt oder angestellte Ärztin in einer KV-Praxis zu arbeiten. „Um den Praxisaufbau müssen sich die angestellten Ärzte nicht selbst kümmern“, sagte Heckemann. „Die KV Sachsen stellt eine voll ausgestattete Praxis zur Verfügung, in der ein breites Spektrum an konservativen und operativen Behandlungen durchgeführt werden kann.“

Hintergrund für das Programm ist ein Verfahren, dass das Sozialministerium im vergangenen Jahr gegen die KV Sachsen geführt hatte, weil die hautärztliche Versorgung dort äußerst schlecht ist. In der Region Löbau-Zittau besteht bei den Hautärzten akute Unterversorgung, vier von vier vorgesehenen Stellen sind nicht besetzt. Das Ministerium hatte sogar ein monatliches Zwangsgeld von 25.000 Euro angedroht, wenn die KV nicht entsprechend aktiv werde. (sve)

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