Heller Hautkrebs - die Zahlen steigen

Pro Jahr gibt es rund 250.000 Neuerkrankungen an hellem Hautkrebs. Die jährliche Inzidenz steigt um fünf bis sieben Prozent.

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Basaliom an der Nasenspitze.

Basaliom an der Nasenspitze.

© Dr. Matthias Eberhardt / Arteria Photography

BERLIN (gvg). Anlässlich des ersten europaweiten "Tag des hellen Hautkrebs" hat die Europäische Hautkrebsstiftung (ESCF) in Berlin neue epidemiologische Daten vorgelegt. Die Inzidenz der Erkrankung ist demnach knapp ein Drittel höher als angenommen.

Die Daten entstammen der EPIDERM-Studie, einer europaweiten Fall-Kontroll-Studie, für die die ESCF seit 2008 EU-Fördermittel erhält.

"Für Deutschland errechnen sich aus den Daten 250.000 neue Erkrankungen pro Jahr", betonte ESCF-Präsident Professor Eggert Stockfleth von der Charité Berlin. Diese Zahl liege etwa 30 Prozent höher als bisherige Schätzungen.

Weil die EPIDERM-Studie über mehrere Jahre lief, lässt sie auch Rückschlüsse zur Dynamik der hellen Hautkrebserkrankung zu. "Wir sehen derzeit eine jährliche Zunahme um etwa fünf bis sieben Prozent", so Stockfleth. Dies könne nicht über eine bessere Diagnostik allein erklärt werden, so der Experte.

Angesichts dieser Entwicklung möchte die ESCF den hellen Hautkrebs künftig stärker im Bewusstsein von Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit verankern. Deswegen soll es künftig jährlich am 13. September einen europaweiten "Tag des hellen Hautkrebs" geben. Das Vorbild dafür ist der Euromelanoma-Tag, der in der ersten Maiwoche stattfindet.

Parallel dazu will die ESCF ein Schulungsprogramm auflegen, das sich an Dermatologen und Allgemeinmediziner richtet und in dem es um die Diagnostik und die Therapie gehen soll. "Wir haben ein breites Spektrum an effektiven Therapieoptionen", so Stockfleth.

Standard bei Patienten mit Frühformen (aktinische Keratosen) sei derzeit die nicht-invasive Flächentherapie, die zu einer Rückbildung der Präkanzerose führt.

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