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Hepatitis-Test beim geringsten Verdacht!

HAMBURG (awa/eis). Jeder Patient mit leicht erhöhten Leberwerten sollte auf Virushepatitis untersucht werden. Ergeben sich bei einem Patienten Infektionsrisiken in der Anamnese, sollte auch bei nicht erhöhten Leberwerten auf Hepatitis C getestet werden. Daran haben Ärzte aus Anlaß des Welt-Hepatitis-C-Tages am 1. Oktober erinnert.

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Bis zu 800 000 Menschen in Deutschland sind chronisch mit Hepatitis-C-Viren (HCV) infiziert, die wenigsten wissen davon , wie Dr. Holger Hinrichsen vom Uniklinikum Kiel berichtet hat.

Ohne Therapie führt die Infektion bei jedem dritten Patienten binnen 20 bis 40 Jahren zu Leberzirrhose, Leberkrebs oder Leberversagen. Oft wird die lange Zeit symptomlose Erkrankung zufällig entdeckt, etwa bei der Schwangerenvorsorge, wie eine Patientin bei der Veranstaltung der Leberhilfe e.V. in Hamburg berichtet hat. 1979 sei sie im Alter von zwei Jahren wegen Leukämie mit verschiedenen Blutprodukten behandelt worden. Vor 1991 kamen Infektionen über solche Medikamente oder über Bluttransfusionen häufig vor.

Alle Personen, die vor 1991 eine solche Therapie erhalten haben, sollten auf HCV getestet werden, forderte Hinrichsen, ebenso Menschen mit (früherem) intravenösem Drogenkonsum und Migranten aus Ländern mit hoher Hepatitis-C-Prävalenz. Der verwendete HCV-Antikörper-Test sei preisgünstig und verläßlich.

Die Heilungs-Chancen bei HCV-Infektion sind umso höher, je früher die Patienten behandelt werden. Abhängig vom Virustyp und der Dauer der Infektion können die Erreger heute mit pegyliertem Interferon plus Ribavirin bei 40 und 75 Prozent der Patienten eliminiert werden.

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