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KOMMENTAR

Herausforderung Dengue-Fieber

Von Ursula Gräfen Veröffentlicht:

Dengue-Fieber: Damit könnten Ärzte immer häufiger zu tun haben. Denn die Viruserkrankung wird wohl die Tropenkrankheit der Zukunft sein.

Das Virus breitet sich rasant aus. Noch in den 50er Jahren war Dengue-Fieber nur in einer kleinen asiatischen Region endemisch, es gab weltweit nur 908 Infizierte. Doch dann ist das Virus um die Welt gereist - etwa nachgewiesenermaßen in Autoreifen, die exportiert wurden.

Denn schon kleine Pfützen in den Reifenkuhlen reichen den Überträgermücken zum Brüten. Heute ist das Virus in über 100 Ländern heimisch - in Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika, sogar in den USA. Inzwischen erkranken jährlich etwa 50 Millionen Menschen weltweit, so die WHO.

Dengue-Fieber ist keine Krankheit, mit der man leichtfertig umgehen darf. Auch wenn die meisten Infizierten nur Grippe-ähnliche Symptome durchmachen. Aber es kann zum gefährlichen Dengue hämorrhagischen Fieber kommen, vor allem bei einer Zweitinfektion mit einem anderen der vier Subtypen des Virus.

Für die reisemedizinische Beratung ist das eine echte Herausforderung. Es gibt keine Impfung, keine medikamentöse Prophylaxe. Man kann nur mit Engelszungen den Reisenden erklären, wie wichtig konsequenter Schutz vor den Überträgermücken ist. Das ist derzeit die einzige Chance gegen die Infektion. Und jedem, der infiziert war, müßte man eigentlich von weiteren Reisen in Dengue-Regionen abraten - eine schwere Aufgabe.

Lesen Sie dazu auch: Hochsaison für Dengue-Fieber in der Karibik

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