Dicke Kinder

Herzrisiko sinkt bei täglichem Training rasch

Schon nach vier bis sechs Wochen lässt ein tägliches Bewegungsprogramm bei adipösen Jugendlichen nicht nur die Kilos purzeln. Auch andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen werden reduziert.

Veröffentlicht:

MANNHEIM. In einer jetzt beim Kardiologenkongress in Mannheim präsentierten Studie wurden 57 übergewichtige Jugendliche untersucht, die im Mittel 12,6 Jahre alt waren und einen mittleren BMI von 29,5 hatten.

Sie nahmen an einem vier- bis sechswöchigen Programm teil, das aus täglichen Trainingseinheiten(unter anderem Laufen, Schwimmen und Sport-Spiele), diätetischen Maßnahmen und Aufklärung bestand.

Nach dem Programm war das Durchschnittsgewicht der Teilnehmer von 75,9 auf 71,2 kg gesunken, teilt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) mit.

Positiv hätten sich auch Risikofaktoren wie Insulinresistenz (Zuckerspitze im oralen Glukosetoleranztest sank von durchschnittlich 765 auf durchschnittlich 622) oder Cholesterinwerte entwickelt: der mittlere LDL-Wert sank von 2,3 auf 1,8; Gesamtcholesterin von 4 auf 3,4.

Der Wert von hochsensitivem C-reaktivem Protein, einem Marker für kardiovaskuläres Risiko, sank von durchschnittlich 2,5 auf durchschnittlich 1,2 mg / L, auch der Wert verschiedener Adipozytokine sank signifikant.

"Das Trainingsprogramm reduzierte Entzündungsprozesse und die Ausschüttung der mit Fettleibigkeit assoziierten Adipozytokine und könnte zu einer Regeneration von frühen vaskulären Schäden bei kindlicher Adipositas beitragen", zitiert die DGK die Autoren in einer Mitteilung. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps