Direkt zum Inhaltsbereich

CHMP-Gutachten

Herzschutz mit Fischöl – „Kein positiver Effekt“

Omega-3-Fettsäure-haltige Arzneimittel haben laut CHMP-Gutachten bei der Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt keinen positiven Effekt. Eine entsprechende Anpassung der Fachinformation hat das BfArM angeordnet.

Veröffentlicht:

BONN. Einem Gutachten des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Zulassungsbehörde EMA zufolge ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Omega-3-Fettsäure-haltigen Arzneimitteln zum Einnehmen bei der Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt nicht positiv. Das CHMP hat daher eine entsprechende Anpassung der Fach-und Gebrauchsinformation empfohlen.

Den entsprechenden Durchführungsbeschluss hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nun zum 14. Juni umgesetzt. „Neben dem Bescheid zur Aufforderung an die pharmazeutischen Unternehmer, die Produktinformation zu aktualisieren, wurde auch ein Feststellungsbescheid bei gelöschten Zulassungen zur Beendigung der Verkehrsfähigkeit versendet“, teilt das BfArM mit.

Das Gutachten des CHMP werde damit rechtsverbindlich. „Die Arzneimittel können [aber] weiter angewendet werden, um die Blutspiegel von Triglyzeriden zu senken“, so das BfArM.

Omega-3-Fettsäure-haltige Arzneien waren in vielen EU-Ländern nach 2000 in Kombi mit anderen Medikamenten für eine Anwendung nach Herzinfarkt in einer Dosis von 1 g pro Tag zugelassen, erinnert das BfArM. Zum Zeitpunkt ihrer Zulassung hätten die verfügbaren Daten auf einen gewissen, wenn auch nur eingeschränkten kardiovaskulären Nutzen hingewiesen. Neue Daten hätten die günstigen Wirkungen dieser Arzneien bei dieser Anwendung nicht bestätigt. (bae)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Galenus-Kandidat 2026

Weniger Herzinsuffizienz-Ereignisse bei HFpEF/HFmrEF

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Kardiologie und Hausärzteschaft im Dialog

© Springer Medizin Verlag

Kardiologie und Hausärzteschaft im Dialog

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Puren Pharma GmbH & Co. KG, München
Real-World-Analyse von US-Versorgungsdaten-- Bei Einsatz von Sacubitril/Valsartan ist die Gesamtsterblichkeit signifikant geringer als bei Einsatz von ACEi/ARB.

© Springer Medizin Verlag

ARNI in der Primärtherapie der HFrEF

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Rauchjahre statt Packungsjahre

Lassen sich die Kriterien fürs Lungenkrebs-Screening vereinfachen?

Lesetipps
Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram

Manche Menschen mit Adipositas haben ein vergleichsweise günstiges kardiovaskuläres Risikoprofil: offenbar vor allem diejenigen mit weniger zentraler Fettansammlung. (Symbolbild mit Fotomodell)

© sam richter / stock.adobe.com

Mega-Analyse

BMI ade? Beim kardiovaskulären Risiko kommt es auf das Bauchfett an